Altholz-Heizkraftwerk Hagenow plant erweiterten Brennstoffmix

Die Biotherm Hagenow plant für ihr Biomasse-Heizkraftwerk die Erweiterung des Brennstoffspektrums. Neben den bisher zugelassenen Altholzkategorien A I und A II sollen künftig auch die Kategorien A III und A IV sowie ein Kompaktat aus der mechanischen Behandlung von Holzabfällen eingesetzt werden. Das geht aus den beim Staatlichen Amt für Landwirtschaft und Umwelt Westmecklenburg eingereichten Antragsunterlagen hervor.

Mit dem erweiterten Brennstoffeinsatz werde unter anderem eine „Verbesserung der Flexibilität der Anlagennutzung im Hinblick auf ständig wechselnde Marktanforderungen“ angestrebt. Beantragt wird zudem die Lagerung von A-IV-Altholz in Lagerhallen sowie die Lagerung von Altholz A I bis A III und Kompaktat in den Freilagern.

In der Anlage werden jährlich rund 72.000 Tonnen Altholz eingesetzt. Eine Änderung der Feuerungswärmeleistung von 36 MW sowie der elektrischen Leistung von fünf MW wie auch der Lagerkapazitäten sei nicht geplant. Die geänderte Anlage soll voraussichtlich im nächsten Jahr in Betrieb genommen werden.

Das Biomasse-Heizkraftwerk Hagenow verfügt über drei Verbrennungslinien, jeweils bestehend aus einer Rostfeuerung, Dampfkessel und Abgasbehandlung. Die Linien werden über eine Schubbodenanlage mit Holzhackschnitzeln beschickt. Durch Kraft-Wärme-Kopplung wird der im Dampfkessel erzeugte Wasserdampf sowohl zur Erzeugung von Strom als auch von Prozessdampf für Kunden im angrenzenden Gewerbe- und Industriegebiet genutzt. Den erzeugten elektrischen Strom speist die Anlage ins öffentliche Netz der Stadt Hagenow ein. Zusätzlich wird Wärme aus der Abgasbehandlung über einen Wärmetauscher ausgekoppelt, die durch die Thermopell Hagenow zur Trocknung von Frischholzhackschnitzeln genutzt wird.

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