
Im EAR-System wurden auch im letzten Jahr wieder mehr mit E-Schrott gefüllte Container abgeholt. Laut Zahlen der Stiftung Elektro-Altgeräte Register summierte sich die Zahl der bestätigten Abholvorgänge auf insgesamt 92.100. Das entspricht nicht nur einer Steigerung um drei Prozent gegenüber 2024, sondern stellt auch den zweithöchsten Wert im 20-jährigen Bestehen des Systems dar. Die Zahl der Kommunen, die sich durch die Optierung für eine Eigenvermarktung der erfassten Altgeräte entschieden haben, blieb hingegen erneut nahezu unverändert.
Ziemlich genau die Hälfte der Abholvorgänge entfiel im letzten Jahr auf die Sammelgruppe 1. So wurden insgesamt fast 46.100 mit Kühlschränken und anderen Wärmeüberträgern gefüllte Container abgeholt. Die Zahl lag damit nahezu exakt auf Vorjahresniveau. Leicht zugenommen haben die Abholungen bei Bildschirmgeräten. Mit knapp 11.900 Vorgängen lag der Wert bei der Sammelgruppe 2 um zwei Prozent höher als 2024.
Spürbar gestiegen sind hingegen die Abholungen der sonstigen „Weißen Ware“. So wurden im letzten Jahr für die Großgeräte der Sammelgruppe 4 insgesamt 13.700 Abholungen registriert. Ein Plus von neun Prozent gegenüber 2024. Und auch bei den Kleingeräten der Sammelgruppe 3 hat die Zahl der von den Herstellern im EAR-System abgeholten Behältnisse zugenommen. Mit knapp 14.600 bestätigten Abholvorgängen lag das Plus hier bei rund vier Prozent.
Weiter rückläufig waren dagegen die Abholungen bei der Sammelgruppe 3. Die Zahl der bestätigten Vorgänge fiel hier laut EAR im letzten Jahr um vier Prozent auf 3.500. Ähnlich gering fällt auch weiterhin die bei Kommunen entsorgte Menge an Photovoltaikmodulen aus. Die Zahl der mit diesen Geräten gefüllten Container stieg in der Abholkoordination aber immerhin um fast die Hälfte auf 2.300 an.
Wie bereits in den letzten Jahren hat sich auch 2025 die Zahl der Eigenvermarktung von Altgeräten durch die Kommunen höchstens geringfügig verändert. Über alle Sammelgruppen hinweg lag die Gesamtzahl der Optierungen weiterhin bei etwas mehr als 500. Diese entfallen fast ausschließlich und zu nahezu gleichen Anteilen auf die Groß- und Kleingeräte der Sammelgruppen 4 und 5. Lediglich in ganz wenigen Fällen übernehmen öffentlich-rechtliche Entsorgungsträger auch die Verwertung von Bildschirmgeräten der Gruppe 2.
In den Jahren 2013 und 2015 hatte die EAR insgesamt noch fast 1.300 Optierungen registriert. Damals hatten sich fast alle örE für die Eigenvermarktung der Sammelgruppen 2, 4 und 5 entschieden.



