Alba: Rund 60 Prozent weniger Kunststoffe in der Biotonne

Die Stadt Braunschweig und der Entsorger Alba ziehen eine positive Bilanz zu ihrer Informationskampagne „Kein (Bio-)Plastik in die Biotonne“. Nach rund einem Jahr intensiver Öffentlichkeitsarbeit zeigen Analysen eine deutliche Verbesserung der Bioabfallqualität: Der Kunststoffanteil in den Biotonnen sank um etwa 60 Prozent, der Anteil sonstiger Fremdstoffe sogar fast 90 Prozent, wie Alba bekanntgab.

Im Zuge der Kampagne wurde der Inhalt der Biotonnen systematisch analysiert. Dabei wurden sämtliche Leerungstouren mit Vergleichsdaten aus dem Vorjahr verglichen. Die Chargenanalysen, bei denen der Bioabfall nach Stoffgruppen wie organischen Materialien, Kunststoffen und anderen Fremdstoffen sortiert und gewogen wurde, zeigen flächendeckende Verbesserungen, so Alba.

Ein besonderer Fokus lag auf sogenannten „kompostierbaren“ Biofolienbeuteln, die seit Anfang letzten Jahres auch in Braunschweig verboten sind. „Es hatte sich gezeigt, dass auch die beste Zertifizierung nicht ausreicht, um sicherzustellen, dass sich die Bioabfallbeutel in einer modernen Behandlungsanlage vollständig zersetzen“, so Matthias Fricke, Geschäftsführer der Alba Braunschweig GmbH. Das Verbot umfasst auch kompostierbare Kaffeekapseln, Geschirr und ähnliche Produkte.

Die Kampagne setzte auf eine breite Öffentlichkeitsarbeit mit Tonnenplatzschildern, Plakaten, Medienberichten sowie gezielten Informationen für Mieter. Ergänzend wurden über 360.000 Papiertüten zur Bioabfallsammlung verteilt. Auch verstärkte Tonnenkontrollen trugen zur verbesserten Abfalltrennung bei. „Durch die enge Zusammenarbeit und gezielte Maßnahmen konnten wir wichtige Fortschritte erzielen“, betont Mehmet Esen, Leiter der Abfallwirtschaft bei der Stadt Braunschweig.

Die Stadt und Alba bewerten die Ergebnisse als Hinweis darauf, dass gezielte Informationsmaßnahmen Wirkung zeigen und viele Bürger zur Verbesserung der Bioabfallqualität beigetragen haben. Die Initiatoren appellieren an die Einwohner, auch weiterhin auf eine konsequente Trennung und die Vermeidung von Fremdstoffen in der Biotonne zu achten. Ziel bleibe eine weitere Steigerung der Kompostqualität.

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