Wie lässt sich die Stahlindustrie in Deutschland erhalten und klimaneutral umbauen? Darüber diskutierten am Montag in Duisburg über 350 Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft im Rahmen des „Nationalen Stahlgipfels 2024“. In einem an Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) übergebenen „Nationalen Aktionsplan Stahl“ fordern die elf stahlproduzierenden Bundesländer gemeinsam mit dem Branchenverband Wirtschaftsvereinigung Stahl und der Gewerkschaft IG Metall ein Sofortprogramm der Bundesregierung zur Unterstützung der Stahlindustrie auf ihrem Weg zu Klimaneutralität. Zu dem vorgeschlagenen Maßnahmenpaket gehören wettbewerbsfähige Energiepreise, der Ausbau erneuerbarer Energien, der Aufbau einer Wasserstoffwirtschaft sowie auch eine handelspolitische Flankierung zur Sicherstellung der Versorgung mit dem Rohstoff Stahlschrott.
„Grüner Stahl made in Germany ist unser Antrieb. Im Schulterschluss mit Unternehmen, der Wirtschaftsvereinigung Stahl, IG Metall, Bundes- und Landespolitik kommen wir unserem Ziel einer klimaneutralen Stahlindustrie immer näher. Deutschland und die EU sind global Vorreiter bei der Dekarbonisierung der Stahlindustrie“, zeigte sich Wirtschaftsminister Habeck überzeugt von einer erfolgreichen Transformation der Branche. Ziel sei es, bis 2030 rund ein Drittel der deutschen Rohstahlkapazität umzustellen und damit zwölf Mio Tonnen CO2-freien Stahl zu erzeugen. Die deutsche Stahlproduktion stehe am Anfang vieler relevanter Wertschöpfungsketten und sei damit zugleich wichtiger Impulsgeber für Schlüsselbranchen wie Automobil oder Maschinenbau und ihre Transformation.
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