
Auf den Binnenwasserstraßen Deutschlands wurden in den ersten drei Monaten dieses Jahres deutlich mehr Abfallstoffe transportiert als 2024. Laut Zahlen des Statistischen Bundesamtes erhöhten sich die Transporte in der Güterabteilung „Sekundärrohstoffe, Abfälle“ zwischen Januar und März um 14 Prozent auf 2,83 Mio Tonnen. Dieses ist der höchste Stand in einem ersten Jahresquartal seit 2021.
Der größte Teil der Abfalltransporte per Schiff entfiel wie üblich auf den innerdeutschen Verkehr, also auf Abfalllieferungen, bei denen sowohl Ein- als auch Ausladehafen in Deutschland liegen. Im Vorjahresvergleich hat sich dieser Binnenverkehr im ersten Quartal um 19 Prozent auf 1,40 Mio Tonnen erhöht.
Prozentual noch stärker gestiegen sind die aus dem Ausland über den Wasserweg importierten Abfälle und Sekundärrohstoffe, die um ein knappes Drittel von 415.000 Tonnen auf 547.000 Tonnen zulegten. Dagegen fiel das Plus bei den per Schiff ins Ausland exportierten Abfallstoffen mit zwei Prozent auf 842.000 Tonnen moderat aus, während der Durchgangsverkehr mit im Ausland liegenden Be- und Entladehäfen sich sogar um 13 Prozent auf 46.000 Tonnen verringerte.
Eine detailliertere Darstellung der innerdeutschen Versand- und Empfangsregionen von per Schiff transportierten Abfällen bietet Destatis nur für die Gesamtjahre. Das Statistikamt Berlin-Brandenburg meldete letzte Woche allerdings einen besonders deutlichen Anstieg der Abfalltransporte auf den Berliner Wasserwegen. Diese sind der Behörde zufolge im ersten Quartal um 49 Prozent auf 78.000 Tonnen gestiegen. Demgegenüber verringerte sich die auf den Brandenburger Binnengewässern beförderte Abfallmenge im Berichtszeitraum um 1,5 Prozent auf 227.000 Tonnen.



