In der Europäischen Union fielen im Jahr 2021 rund 58,4 Mio Tonnen Lebensmittelabfälle an, was einer Pro-Kopf-Menge von 131 Kilogramm entspricht. Im Vorjahresvergleich ist das Aufkommen damit leicht um 300.000 Tonnen bzw. ein Kilogramm je Einwohner gestiegen, zeigen aktuell von Eurostat veröffentlichte Daten. Die Unterschiede zwischen den einzelnen EU-Staaten sind dabei teils enorm. Mit Abstand am meisten Lebensmittelabfälle pro Kopf fallen in Zypern und Belgien an, besonders wenig sind es in Slowenien und Kroatien.
Ein EU-weites Monitoring zum Aufkommen von Essensabfällen in den einzelnen Mitgliedsländern gibt es erst seit kurzem. Die erste Messung für das Jahr 2020 soll als Referenzwert für die Erfolge der EU-Politik im Kampf gegen Lebensmittelverschwendung herangezogen werden. So hat sich die Kommission das Ziel gesetzt, die Pro-Kopf-Menge an Lebensmittelabfällen, die im Einzelhandel sowie beim Verbrauch zuhause und in der Gastronomie entstehen, bis 2030 um 30 Prozent gegenüber 2020 zu reduzieren. Im Sektor der Herstellung und Verarbeitung gilt ein Reduktionsziel von zehn Prozent.
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