Ulm und Gütersloh setzen Kontrollen von Biotonnen fort

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Die Städte Ulm und Gütersloh setzen ihre Kontrollen der Biotonnen auch in diesem Jahr fort: Im Fall der Stadt Gütersloh ist das der Fachbereich Stadtreinigung gemeinsam mit der Abfallberatung, in Ulm sind es die kommunalen Entsorgungsbetriebe (EBU). Ziel ist bei beiden, falsche Sortierungen des Abfalls zu reduzieren, wobei in Gütersloh ein besonderer Schwerpunkt bei den Kontrollen auf sogenannte „kompostierbare“ Materialien liegt – insbesondere Tüten, die laut Abfallsatzung nicht in die Biotonne gehören.

In Gütersloh werden falsch befüllte Biotonnen mit einer „Roten Karte“ gekennzeichnet und nicht geleert. Die betroffenen Bürgerinnen und Bürger haben anschließend die Möglichkeit, eine kostenpflichtige Sonderentleerung zu beauftragen. Alternativ kann der Inhalt nach Absprache bei der Stadtreinigung abgegeben werden, auch eine kostenpflichtige Entsorgung im Kompostwerk oder am Recyclinghof ist möglich. Voraussetzung in allen Fällen ist, dass die Biotonne zuvor sorgfältig von Fremdstoffen befreit wurde.

Ähnliche Konsequenzen hat die „Rote Karte“ auch in Ulm. Auch hier bleibt bei Fehlbefüllung die Biotonne stehen. Nach Kontakt mit dem Service-Center der EBU gibt es dann zwei Optionen: Die Tonne nachsortieren und zur nächsten regulären Biomüllabfuhr bereitstellen oder eine Sonderleerung als Restmüll für 25 € zuzüglich Leerungsgebühr beauftragen.

Im vergangenen Jahr wurden in Ulm laut den EBU insgesamt fast 22.600 Biotonnen kontrolliert. Mehr als 1.900 davon erhielten eine sogenannte „Gelbe Karte“ als Hinweis auf Fehlwürfe. Dies entspricht einem Anteil von 8,5 Prozent. Nur wenige Tonnen mussten tatsächlich stehen bleiben. Die EBU betonten den „deutlichen Fortschritt gegenüber früheren Aktionen“ und führen dies auf eine Kombination aus intensiver Öffentlichkeitsarbeit und klarer Kommunikation mit den Haushalten zurück.

Wie berichtet, hatte die von der Initiative „Wir für Bio“ im September 2025 koordinierte bundesweite Kontrollaktion der Biotonnen erhebliche Unterschiede in der Sammelqualität zwischen den Regionen offengelegt. Nach Angaben der Initiative wurden im Aktionszeitraum rund 300.000 Biotonnen in mehr als 40 Städten und Landkreisen aus zwölf Bundesländern überprüft. Etwa drei Prozent der Gefäße blieben ungeleert, weil sie Störstoffe enthielten.

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