Die Kommission Nachhaltiges Bauen (KNBau) hat anlässlich der kürzlich vom Bundesumweltministerium präsentierten Nationalen Kreislaufwirtschaftsstrategie eine Vision für eine zirkuläre Bauwirtschaft vorgestellt. Sie empfiehlt unter anderem ausdifferenzierte Definitionen von Verwertungswegen zur Vermeidung von Greenwashing und schlägt ein Label zur Kennzeichnung der Zirkularität von Bauprodukten vor. Zu den weiteren Vorschlägen gehören die Einführung digitaler Gebäuderessourcenpässe sowie eine für die Hersteller rechtlich verankerte Pflicht zur Rücknahme gebrauchter Bauprodukte.
Die 2014 ins Leben gerufene und interdisziplinär besetzte KNBau berät das Umweltbundesamt in Fragen des nachhaltigen Bauens. In der jetzt vom UBA veröffentlichten Publikation „Transformation zu einer zirkulären Bauwirtschaft als Beitrag zu einer nachhaltigen Entwicklung“ fordert die Kommission eine Abkehr von der Neubau-Maxime sowie einen Paradigmenwechsel auf wirtschaftlich-regulatorischer Ebene, um die Zirkularwirtschaft unverzüglich in Gang zu bringen.
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