
In Sachsen sind im Jahr 2024 rund 8,7 Mio. Tonnen Bauabfälle aufbereitet und verwertet worden. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes lag die Menge damit um 2,8 Mio. Tonnen bzw. ca. ein Viertel unter dem Wert des letzten Erhebungsjahres 2022.
Der größte Teil der Bauabfälle wurde 2024 in übertägigen Abbaustätten wie Tagebauen und Gruben verwertet. Auf diesen Entsorgungsweg entfielen 4,9 Mio. Tonnen bzw. 56 Prozent der Gesamtmenge. Weitere 3,8 Mio. Tonnen bzw. 43 Prozent wurden in Bauschuttaufbereitungs- und Asphaltmischanlagen behandelt. Die verbleibenden knapp 90.000 Tonnen Bauabfälle wurden im Rahmen von Deponiebaumaßnahmen eingesetzt.
Die größte Abfallfraktion stellten Boden und Steine ohne gefährliche Stoffe mit 3,7 Mio. Tonnen. Davon gingen knapp drei Mio. Tonnen in übertägige Abbaustätten. Beton war mit 1,5 Mio. Tonnen die zweitgrößte ausgewiesene Fraktion; der weit überwiegende Teil davon wurde in Bauschuttaufbereitungs- und Asphaltmischanlagen angenommen. Hinzu kamen unter anderem rund 570.000 Tonnen Bitumengemische sowie etwa 510.000 Tonnen vorbehandelte Bauabfälle.
Wie aus der Statistik weiter hervorgeht, ist der Input in den sächsischen Bauschuttaufbereitungs- und Asphaltmischanlagen besonders stark gesunken. Gegenüber dem letzten Erhebungsjahr verringerte sich die Einsatzmenge um knapp ein Drittel auf die besagten 3,8 Mio. Tonnen. Damit fiel der Rückgang in Sachsen deutlich stärker aus als im Bundesdurchschnitt. Wie das Statistische Bundesamt kürzlich bekannt gab, wurden in allen deutschen Bauschuttaufbereitungs- und Asphaltmischanlagen 2024 ca. 76 Mio. Tonnen und damit 13 Prozent weniger Bau- und Abbruchabfälle angenommen als 2022.
Vom Anlagenoutput in Sachsen in Höhe von 3,7 Mio. Tonnen konnten laut Statistikamt 2024 rund 96 Prozent bzw. 3,5 Mio. Tonnen als Erzeugnisse für unterschiedliche Einsatzzwecke gewonnen werden. Der größte Teil hiervon – rund 2,1 Mio. Tonnen – fanden im Straßen- und Wegebau Verwendung. Etwa 610.000 Tonnen wurden als Heißmischgut ebenfalls im Straßen- und Wegebau eingesetzt. Weitere knapp 590.000 Tonnen entfielen auf Erzeugnisse für den sonstigen Erdbau einschließlich Verfüllung.



