Rot-Grün in Hamburg setzt auf Kreislaufwirtschaftsstrategie

SPD und Grüne in Hamburg setzen auf eine Transformation der Stadt hin zu einer nachhaltigeren und ressourcenschonenderen Zukunft. „Hamburg entwickelt eine umfassende Circular-Economy-Strategie unter Einbeziehung nationaler und internationaler Ansätze wie der Nationalen Kreislaufwirtschaftsstrategie (NKWS)“, heißt es im gestern vorgelegten Koalitionsvertrag. Um den zentralen Aspekt zur Förderung der Kreislaufwirtschaft umzusetzen, will die neue Regierung ein starkes Augenmerk auf Recycling, Abfallmanagement und die Schaffung einer umweltfreundlicheren Industrie legen.

Hamburgs Zweite Bürgermeisterin Katharina Fegebank (Grüne) soll künftig den Posten als Umweltsenatorin in der Regierung des aktuellen und künftigen Hamburger Bürgermeisters Peter Tschentscher (SPD) übernehmen.

Die beiden Koalitionspartner bekennen sich zu einer konsequenten Kreislaufwirtschaftsstrategie, die sowohl nationale als auch internationale Best-Practice-Modelle integriert. Ziel ist es, eine nachhaltige Ressourcennutzung sicherzustellen, die zu einer Reduktion von Abfall und zur Wiederverwertung von Materialien führt. Besonders betont wird die konsequente Umsetzung der Getrenntsammlungspflicht, wie sie durch die Gewerbeabfallverordnung gefordert wird.

Hamburg soll Zentrum für Batterierecycling werden

Ein Highlight der Strategie ist die Förderung von „grünen Metallen“, die durch nachhaltige Recyclingprozesse aus bestehenden Rohstoffen gewonnen werden. Hamburg soll zu einem Kompetenzzentrum für die Rückgewinnung und Erzeugung dieser Metalle werden, insbesondere durch das großmaßstäbliche Recycling von Batterien. Das Ziel ist es, die darin enthaltenen Rohstoffe mit höchster Reinheit zurückzugewinnen und dem Markt wieder zuzuführen.

Abfallverbrennung soll bis 2040 klimaneutral werden

Im Bereich Abfallmanagement verfolgt die Koalition eine Strategie zur Dekarbonisierung der thermischen Abfallverwertung. Bis 2040 sollen alle CO₂-Emissionen, die bei der Verbrennung von Abfall und Klärschlamm entstehen, durch innovative Technologien der CO₂-Abscheidung reduziert werden. Dieses Vorhaben mit städtischen und privaten Akteuren soll Hamburg nicht nur in seiner Klimaschutzstrategie stärken, sondern auch als Modell für andere Städte dienen.

Neben der Kreislaufwirtschaft ist die Nutzung von Ressourcen in der Stadtentwicklung ein zentrales Thema. Beispielsweise soll die Wiederverwertung von Bodenaushub in urbanen Bauprojekten weiter ausgebaut werden, um natürliche Böden zu schonen und die innerstädtischen Stoffkreisläufe zu stärken. Die Koalition prüft zudem die Schaffung eines neuen Zwischenlagers für Böden, das sowohl für die Beprobung als auch für die Aufbereitung von Materialien genutzt werden soll.

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