
Mit einem neuen Leitladen für den Rückbau von Gebäuden will das Land Berlin die Kreislaufwirtschaft im Bausektor stärken. Ziel sei es, durch Abfallvermeidung, Wiederverwendung und Recycling die Ressourceneffizienz bis 2030 zu steigern und das derzeitige Berliner Bauabfallaufkommen – im Jahr 2022 waren es rund 4,5 Mio Tonnen Bauschutt – deutlich zu reduzieren.
Wie die Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt in einer Pressemitteilung informiert, soll der Leitfaden einen Standard für den selektiven Rückbau schaffen. Dabei liege der Fokus auf den nach der Schadstoffsanierung anfallenden Massenströmen und auf der transparenten Darstellung und Bewertung von Verwertungswegen. So sollen mit der Erstellung eines Rückbau- und Entsorgungskonzeptes (RuE-Konzept) vor Beginn einer Rückbaumaßnahme alle Abbruchmaterialien erfasst und deren mögliche Weiternutzung, Verwertung oder Entsorgung aufgezeigt werden. Ziel sei eine möglichst sortenreine Erfassung der Stoffströme, prioritär zur erneuten Verwendung der Bauteile oder zur höherwertigen Entsorgung.
„Dies ist ein zentraler Schritt, um die Berliner Abfallwirtschaft in eine zirkuläre, ressourcenschonende und klimaneutrale Kreislaufwirtschaft zu transformieren. Denn mit einem Rohstoffverbrauch von jährlich rund 51 Mio Tonnen für Zement, Mörtel und Beton und einem Anteil von 40 Prozent an den CO2-Emissionen in Deutschland kommt der Baubranche hier eine besondere Bedeutung zu“, erklärt Umweltsenatorin Ute Bonde.
Der „Leitfaden zur Erstellung eines Rückbau- und Entsorgungskonzeptes“ sowie verschiedene Anlagen und Checklisten sind hier abrufbar.



