In Nordrhein-Westfalen arbeiten die Ministerien für Umwelt und Wirtschaft weiter gemeinsam an der Entwicklung einer Kreislaufwirtschaftsstrategie für das Land, berichtete Viktor Haase (Grüne), Staatsekretär im Umweltministerium anlässlich der Circular-Economy-Konferenz der Zeitung „Handelsblatt“ vergangene Woche in Düsseldorf. Cornelius Laaser, Referatsleiter Circular Economy im Umweltministerium, erklärte auf EUWID-Anfrage, dass die inhaltliche Fertigstellung der Strategie gegen Ende des laufenden Jahres geplant sei. Anschließend folge die Ressortabstimmung, die sich eventuell auch ins kommende Jahr hineinziehen könnte. Anders als bei der Entwicklung der Kreislaufwirtschaftsstrategie auf nationaler Ebene, seien die verschiedenen Ressorts in NRW allerdings bereits im Entstehungsprozess eingebunden, um einen langwierigen Abstimmungsprozess nach Möglichkeit zu vermeiden.
Staatssekretär Haase sah in seinem Vortrag in Bezug auf die Kreislaufwirtschaft noch eine Lücke „zwischen dem was wir wissen und dem was wir umsetzen“. Man müsse dafür sorgen, dass die Kreislaufwirtschaft als eines der großen Transformationsthemen in den Köpfen ankomme; dann habe Deutschland die Chance, die Weltmarktführerschaft in der Kreislaufwirtschaft zu übernehmen. Mona Neubaur (Grüne), Wirtschaftsministerin des Landes NRW, hob auf der Handelsblatt-Bühne die Verschlechterung der wirtschaftlichen Lage hervor. Es müssten dringend bessere Investitionsbedingungen geschaffen werden, beispielsweise durch eine Senkung der Energiekosten, um die konjunkturelle Stagnation zu lösen.
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