Frankfurt will Kreislaufwirtschaft weiter vorantreiben

Die Stadt Frankfurt am Main intensiviert ihre Anstrengungen für mehr Kreislaufwirtschaft. Klima- und Umweltdezernentin Rosemarie Heilig hat dafür die „Circular Cities Declaration“ unterzeichnet. Damit sei Frankfurt nun Teil einer europaweiten Initiative von Städten, die sich intensiv für eine lokale Kreislaufwirtschaft einsetzen, teilte die Stadt mit.

„Wir gehen nach wie vor zu verschwenderisch mit unseren Ressourcen um. Wenn Produkte, Werkstoffe, Energien, aber auch Abfälle und Reststoffe so lange wie möglich genutzt oder recycelt werden, kann nachhaltiges und klimaneutrales Wirtschaften gelingen“, erklärte Heilig bei Unterzeichnung der Erklärung. „Erste Priorität muss immer die Abfallvermeidung sein. Wo dies nicht möglich ist, ist auch die Industrie gefordert, zum Beispiel durch die Nutzung von wirklich recycelbarem Plastik“, so die Klima- und Umweltdezernentin.

Das Umweltamt habe bereits im März einen Maßnahmenplan vorgelegt, wie Abfälle in Frankfurt künftig besser getrennt oder am besten ganz vermieden werden können. Dieser Plan trägt den Titel „Auf dem Weg zur Zero Waste City“. Dabei sollte „Waste“ aber nicht mit „Müll“, sondern mit „Verschwendung“ übersetzt werden, betont die Stadt. Darüber hinaus ist Frankfurt auch dem Netzwerk „Städte gegen Food Waste“ beigetreten.

Wertstoffe mit Gewicht von zehn Eiffeltürmen jedes Jahr in Frankfurt verbrannt

Nach Angaben des Umweltamtes landen in Frankfurt jährlich etwa 155.000 Tonnen in den Restmülltonnen privater Haushalte. Dabei handelt es sich zu 70 Prozent um Wertstoffe, wie Bioabfall, Papier, Kunststoffe, Metalle oder Textilien. „Wir verbrennen damit eine Menge von Wertstoffen, die dem Gewicht von zehn Eiffeltürmen entspricht – jedes Jahr, alleine in Frankfurt“, verdeutlicht Michael Eickenboom, Abteilungsleiter im Umweltamt die Dimension.

Mit der jetzt unterzeichneten Absichtserklärung will die Stadt daher noch einen Schritt weitergehen. Kreislauforientierung soll in Frankfurt zur Grundlage des Denkens und Handelns auf allen Ebenen gemacht werden. Dies betreffe beispielsweise auch die Bereiche Beschaffung, Bau oder Verkehr.

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