EWSA fordert stärkere Berücksichtigung biologischer Kreisläufe in der PPWR

Der Europäische Wirtschafts- und Sozialausschuss (EWSA) hat sich für eine stärkere Berücksichtigung naturbasierter biologisch abbaubarer Materialien in der europäischen Kreislaufwirtschaftspolitik ausgesprochen. In einer Ende April verabschiedeten Initiativstellungnahme warnt das Beratungsgremium der EU-Institutionen davor, dass Verpackungen aus chemisch nicht modifizierten natürlichen Polymeren im Zuge der Umsetzung der Verordnung über Verpackungen und Verpackungsabfälle (PPWR) faktisch vom Markt verdrängt werden könnten. Die Stellungnahme wurde mit 211 Ja-Stimmen bei drei Enthaltungen angenommen.

Nach Auffassung des EWSA bietet sich der Europäischen Union derzeit die Möglichkeit, ihre Kreislaufwirtschafts- und Bioökonomiestrategien stärker miteinander zu verzahnen. Naturbasierte biologisch abbaubare Materialien könnten dazu beitragen, die Ressourceneffizienz zu verbessern, die Nutzung fossiler Rohstoffe zu verringern und regionale Wertschöpfungsketten auf Basis sekundärer Biomasse zu stärken. Gleichzeitig betont der Ausschuss, dass die Abfallhierarchie weiterhin maßgeblich bleiben müsse und Abfallvermeidung, Wiederverwendung und Materialeffizienz grundsätzlich Vorrang vor anderen Verwertungswegen hätten....

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