EU-Bericht zeigt Fortschritte und Unterschiede bei SUPD-Umsetzung

Die getrennte Sammlung von Einweg-Kunststoffflaschen in der Europäischen Union lag im Jahr 2022 bei 71 Prozent. Das geht aus einem Bericht der Europäische Kommission zur Umsetzung der Einwegkunststoffrichtlinie (SUPD) hervor. Damit bleibt die EU unter dem Zielwert von 77 Prozent bis 2025, während für 2029 eine Quote von 90 Prozent vorgesehen ist.

Der vorige Woche vorgelegte Bericht dient vor allem als Ausgangsbasis für die weitere Beobachtung der Entwicklung. Künftige Datensätze sollen Trends bei Sammlung und Verbrauch sichtbar machen und eine fundiertere Bewertung ermöglichen. Eine umfassende Evaluierung der Richtlinie ist für 2027 vorgesehen.

Nach den von den Mitgliedstaaten gemeldeten Daten wurden 2022 rund 2,54 Mio. Tonnen Kunststoff-Getränkeflaschen in Verkehr gebracht und etwa 1,8 Mio. Tonnen getrennt gesammelt. Zwölf Staaten überschreiten bereits den Zielwert für 2025, sechs Länder erreichen sogar Sammelquoten von über 90 Prozent.

Die Ergebnisse zeigen damit sowohl Fortschritte als auch eine ausgeprägte Spreizung innerhalb der EU. Während eine Gruppe von Staaten die Zielwerte bereits erreicht oder übertrifft, bleibt ein Teil der Mitgliedstaaten deutlich darunter. Die Kommission verweist darauf, dass hohe Sammelquoten häufig in Ländern mit etablierten Rücknahmesystemen für Getränkeverpackungen erzielt werden. Gleichzeitig wird betont, dass die Daten aufgrund unterschiedlicher Methoden und Erhebungssysteme nur eingeschränkt vergleichbar sind....

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