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Zollernalbkreis strebt mit zwei Deponieprojekten langfristige Entsorgungssicherheit an


Landkreis will mit zwei Deponieprojekten
ca. 2,9 Mio m³ neues Ablagerungsvolumen schaffen.
15.10.2021 − 

Der baden-württembergische Landkreis Zollernalbkreis sieht eine dringende Notwendigkeit für zusätzlichen Deponieraum im Westen und Osten des Kreisgebiets. Um langfristig Entsorgungssicherheit zu gewährleisten sollen die bestehenden Erddeponien Hölderle in Balingen und Schönbuch in Albstadt weiterbetrieben und ausgebaut werden. In Summe sollen rund 2,9 Mio Kubikmeter neues Ablagerungsvolumen für DK-0- und DK-I-Abfälle geschaffen werden. Die Deponielaufzeiten reichen bis zum Jahr 2077.

Das für die Genehmigung zuständige Regierungspräsidium Tübingen hat in beiden Fällen nun gleichzeitig das Planfeststellungsverfahren eingeleitet. Die Frist, um Einwendungen zu erheben, endet jeweils am 13. Dezember.

In den nahezu gleichlautenden Planfeststellungsanträgen begründet der Zollernalbkreis die geplanten Deponieerweiterungen mit dem knapper werdenden Deponieraum und den gleichzeitig stetig steigenden Mengen an Baureststoffen. Erhebungen mehrerer Bundes- und Landesbehörden zeigten, dass es in Baden-Württemberg insbesondere einen kurzfristigen Bedarf an Deponien der Klasse I (DK I) gebe. Auch im Zollernalbkreis sowie in den benachbarten Landkreisen seien unzureichend viele DK-I-Deponien und auch zu wenige DK-0-Deponien vorhanden.

Mittelfristiger Ablagerungsbedarf für jährlich bis zu 110.000 Tonnen mineralische Abfälle

Der Zollernalbkreis sieht einen mittelfristigen Bedarf an Ablagerungskapazitäten im Kreis von jährlich etwa 50.000 bis 70.000 Tonnen für Abfälle, die den Zuordnungswerten für Deponien der Klassen 0 und -0,5 entsprechen. Weiters sei damit zu rechnen, dass im Prognosezeitraum pro Jahr rund 25.000 bis 40.000 Tonnen DK-I-Abfälle zur Entsorgung im Zollernalbkreis anfallen.

Als Standorte für neuen Deponieraum haben sich nach Angaben des Landkreises die bestehenden Deponien Hölderle im Westen des Kreises und Schönbuch im Osten als besonders geeignet herausgestellt. Echte Alternativflächen konnten im Untersuchungsgebiet nicht festgestellt werden.

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