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Wertstoffgesetz: BDSV zufrieden


Rainer Cosson (Quelle: BDSV)
15.06.2016 − 

Die BDSV begrüßt den jüngsten inoffiziellen Arbeitsentwurf des Wertstoffgesetzes. Der neue Entwurf, der auf die Ausweitung auf stoffgleiche Nichtverpackungen verzichtet, geht nach Ansicht des größten europäischen Stahlrecyclingverbands die richtige Richtung.

Rainer Cosson, Hauptgeschäftsführer der Bundesvereinigung Deutscher Stahlrecycling- und Entsorgungsunternehmen, nannte die Vorlage „ein gutes Signal für die Stahlrecyclingwirtschaft“. „Es ist erfreulich, dass Ministerin Barbara Hendricks nicht dem Druck der Kommunen nachgegeben hat, ein funktionierendes Recyclingsystem zu verstaatlichen und damit zu zerschlagen.“ Deutschland sei gerade durch die Einführung marktwirtschaftlicher Prinzipien zum führenden Recycling-Land aufgestiegen.

Die BDSV hatte die Position vertreten, dass die Sammlungen von Schrott aus privaten Haushalten bei den gewerblichen Sammlungen gut aufgehoben seien. Eine Steigerung der Quoten für das Metallrecycling sei durch hierfür haushaltsnah aufzustellende Sammelbehältnisse nicht zu erwarten. Die Metallabfälle würden durch die gewerblichen Sammlungen durchweg einem hochwertigen Recycling zugeführt.

Entscheidend sei, dass es seit jeher keine Überlassungspflichten gegenüber den Systemen gebe. Jeder Bürger sollte selbst entscheiden können, was er mit seinem Altmetall macht. Eine solche Lösung sei  bürgerfreundlich und könnte wegen der hoffentlich dauerhaften Beendigung der gesetzgeberischen Hängepartie wieder zu mehr Beschäftigung führen, meinte Cosson.

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