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Verbandsempfehlung zur wasserrechtlichen Einstufung von A-III-Altholz

Altholz
Altholz (Symbolbild)
07.12.2020 − 

Maßgebliche Verbände der Entsorgungswirtschaft sowie der Deutsche Säge- und Holzindustrie Bundesverband (DeSH) haben eine gemeinsame Verbandsempfehlung zur wasserrechtlichen Einstufung von A-III-Altholz nach der Verordnung über Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen (AwSV) erarbeitet. Zu den Mitunterzeichnern gehören die ASA, der BAV, der BDE sowie der bvse.

Während von Gemischen der Altholzkategorien A I, A II und A III keine Wassergefährdung ausgeht, seien Altholzgemische der Kategorie A IV aufgrund ihrer Schadstoffbelastung als wassergefährdende Stoffgemische einzustufen. Diese Einteilung fand sich viele Jahre auch in der Genehmigungspraxis hinsichtlich der Lageranforderungen von Altholz wieder. Entgegen der bisherigen Genehmigungspraxis kommt es nach Angaben der Verbände jedoch aktuell vereinzelt zu Fällen, in denen A-III-Altholz als allgemein wassergefährdend gemäß AwSV eingestuft wird.

Diese unterschiedliche wasserrechtliche Bewertungspraxis von Abfallgemischen der Altholzkategorie A III hat für die Betreiber von Altholzbehandlungsanlagen große Auswirkungen auf die technischen und organisatorischen Anforderungen. Daher setzen sich die Verbände in ihrer gemeinsamen Empfehlung dafür ein, dass Abfallgemische der Altholzkategorie A III einheitlich als nicht-wassergefährdend eingestuft werden. Diese Einstufung begründet sich aus Sicht der Verbände in den chemischen Stoffeigenschaften von Polyvinylchlorid (PVC) sowie dem in Deutschland geltenden Rechtsrahmen.

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