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Verbände fordern ehrgeizigere Zielvorgaben in Batterieverordnung


Sammlung und Recycling müssen in der Batterieverordnung
noch mehr gestärkt werden, fordern Entsorgerverbände.
31.03.2021 − 

Der europäische Recyclingdachverband FEAD spricht sich für deutlich ehrgeizigere Ziele bei der Sammlung und dem Recycling von Altbatterien aus. Im Rahmen einer Onlineveranstaltung zur geplanten Batterieverordnung der EU-Kommission erneuerten verschiedene Mitglieder des Verbands in der vergangenen Woche ihre Forderungen nach weitergehenden Vorgaben für die Erfassung und Verwertung von Altbatterien sowie zum Einsatz von Rezyklaten in neuen Batterien.

Die Pläne der Kommission für die neue Verordnung sehen vor, die Mindestsammelziele für Gerätebatterien von gegenwärtig 45 Prozent ab 2025 auf 65 Prozent und ab 2030 auf 70 Prozent zu erhöhen. Aus Sicht von FEAD sollten hingegen für alle Batterien Sammelziele von bis zu 80 Prozent vorgeschrieben werden. Bei Autobatterien müssten sogar ausnahmslos alle Batterien erfasst werden.

bvse: Rezyklatquoten für Neubatterien früher einführen

Der Bundesverband Sekundärrohstoffe und Entsorgung (bvse) spricht sich dafür aus, die in der neuen Batterieverordnung geplanten Vorgaben zum Mindestrezyklatgehalt früher einzuführen. Die Pläne der EU-Kommission sehen solche Quoten für den Rezyklatgehalt in Industrie- und Autobatterien sowie für Traktionsbatterien aus Elektrofahrzeugen ab 2030 vor. „Wir schlagen vor, dass die Quoten ab dem Januar 2025 zu erfüllen sind“, erklärte Bernhard Jehle. „Wiedereinsatzquoten helfen, dass Märkte für Sekundärrohstoffe entstehen und Investitionen in Recyclingtechnologien abgesichert werden können“, so der Vorsitzende des bvse-Fachverbands Schrott, E-Schrott und Kfz-Recycling weiter.

Die in der Batterieverordnung vorgesehene Steigerung der Sammelquote zunächst auf 65 Prozent und später auf 70 Prozent bezeichnet der Verband als „entscheidenden Meilenstein“ für die Rückgewinnung von mehr wertvollen Rohstoffen. Gleichzeitig werde damit der Anreiz gegeben, möglichst viele verbrauchernahe Sammelstellen einzurichten und diese auch zu bewerben. Die Sammelquote von 50 Prozent im neuen deutschen Batteriegesetz sei dafür nicht ambitioniert genug. Es bedürfe eines zusätzlichen Anreizes für Sammelsysteme, die Erfassungsmengen über die Pflichterfüllung hinaus zu steigern, betont Jehle.

Den kompletten Bericht zu den FEAD-Forderungen lesen Sie in EUWID Recycling und Entsorgung 13/2021.  Für Kunden unseres Premium-Angebots steht die Ausgabe bereits als E-Paper zur Verfügung:

E-Paper - EUWID Recycling und Entsorgung

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