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Untersteller schlägt Rückvergütung für Kunststoffabfälle vor


Franz Untersteller (Quelle: Landesumweltministerium)
26.06.2018 − 

Die Verschmutzung der Weltmeere insbesondere durch Kunststoffabfälle ist in aller Munde. Steuern und Verbote werden von der Politik in Europa vorgeschlagen. Ob diese Instrumente allerdings eine Lösung der weltweiten Problematik sein können, wird bezweifelt. Baden-Württembergs Umweltminister Franz Untersteller (Grüne) bringt auch deshalb einen neuen Vorschlag zum Umgang mit Kunststoffen in die Diskussion ein.

Vor allem mit Blick auf die aktuelle Diskussionen in Deutschland und Europa über eine Plastiksteuer präsentierte der Minister vorige Woche bei einer Tagung der Kanzlei GGSC in Berlin einen neuen Ansatz, der international übertragbar sein könnte. „Globale Probleme erfordern globale Lösungsansätze“, sagte Untersteller. 90 Prozent der Kunststoffe im Meer stammten aus zehn Flüssen, davon acht aus Asien und zwei aus Afrika.

Konkret schlug er vor, ein über die Herstellerverantwortung getragenes Vergütungssystem zu installieren, das an Sammelpunkten beispielsweise die Rückgabe von einem Kilogramm Kunststoff mit einem € honoriert – unabhängig davon, ob sie aus dem Meer, Haushalt oder der Landschaft stammen.

Der Minister erinnerte an das Pfandsystem für PET-Flaschen, das auf Basis einer Rückvergütung als Maßnahme gegen das Littering wirkt. Damit wären auch weltweit Projekte beim Marine Litter finanzierbar, wenn die Kunststoffhersteller ihre Kunststoffe vergütet zurücknehmen. Zusammen mit Anreizen für eine bessere Marktgängigkeit von Rezyklaten wäre das möglicherweise ein „großer Wurf“.

Den vollständigen Bericht zu den Plänen von Baden-Württembergs Umweltminister Franz Untersteller lesen Sie in EUWID Recycling und Entsorgung 26/2018. Der Text steht bereits jetzt im E-Paper zur Verfügung:

Untersteller bringt Rückvergütung für Kunststoffabfälle in die Diskussion

 

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