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Untersteller drängt weiter auf getrennte Bioabfallsammlung

"Nicht hinnehmbar" findet der baden-württembergische Umweltminister Franz Untersteller die Weigerung mancher Landkreise, eine Biotonne einzuführen.
Franz Untersteller (Bild: franz-untersteller.de)
29.06.2017 − 

Das baden-württembergische Umweltministerium drängt weiter auf die flächendeckende Erfassung von Bioabfällen und droht den "abtrünnigen Landkreisen" mit weiteren Maßnahmen.

Zwar konstatiert Landesumweltminister Franz Untersteller bei drei der sechs Landkreise in Baden-Württemberg ohne getrennte Bioabfallsammlung durchaus Fortschritte – allerdings zeigten drei Kreise weiterhin keinerlei Bereitschaft, das geltende Recht umzusetzen. "Gesetze gelten aber auch für Landkreise und die öffentliche Hand", betonte Untersteller im Rahmen des Bioabfallforums in Stuttgart.

Wenn Gespräche nichts nutzten, dann werde man andere Mittel finden. Das Kreislaufwirtschaftsgesetz sei im Hinblick auf die Biotonne unmissverständlich, daher sei eine Weigerung "nicht hinnehmbar". Untersteller habe daher seine Mitarbeiter angewiesen, "andere Maßnahmen zu finden, um die Biotonne durchzusetzen". Diese sollen nach seinen Worten im nächsten Jahr ergriffen werden in der "Hoffnung, dass 2018 alle Landkreise geläutert sind".

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