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Umweltministerin Schulze fordert mehr internationale Anstrengungen beim Umgang mit E-Schrott


Ministerin Svenja Schulze gestern beim Berlin Forum.
08.07.2021 − 

Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) mahnt einen konsequenteren Umgang mit illegal entsorgtem Elektroschrott an. „Chemikalien kennen keine Grenzen“, sagte Schulze mit Verweis auf das Ergebnis eines kürzlich vorgestellten Berichts der Weltgesundheitsorganisation (WHO), der auf die negativen Auswirkungen des unsachgemäßen Umgangs mit Altgeräten in Entwicklungsländern eingeht und den das Umweltministerium mitfinanziert hat.

Beim sogenannten Berlin Forum zu Chemikalien und Nachhaltigkeit will die Ministerin mit Vertretern aus Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft über das Thema beraten. Ziel des Berlin Forums sei es, den verantwortungsvollen Umgang mit Chemikalien und Abfällen stärker in den Fokus der Politik zu rücken, teilte das Bundesumweltministerium mit. Anlässlich des Forums stellt Deutschland dem UN-Umweltprogramm UNEP eine Mio € zur Verfügung, um Entwicklungsländer beim Aufbau von Strukturen für mehr Chemikaliensicherheit zu unterstützen.

„Wir müssen dafür sorgen, dass Chemikalien so hergestellt und genutzt werden, dass von ihnen keine Risiken für die menschliche Gesundheit und die Umwelt ausgehen. Angesichts der fortschreitenden Globalisierung von Produktion und Handel können wir dies nicht alleine auf nationaler oder regionaler Ebene leisten“, betont Ministerin Schulze. Dieser Herausforderung müsse man sich auch auf internationaler Ebene stellen und gemeinsam Lösungen finden, die den gesamten Lebensweg von Chemikalien und den daraus hergestellten Produkten umfassen. „Die konsequente Einführung der international anerkannten Gefahrenstoffkennzeichnung durch wirklich alle Staaten wäre dafür ein erster geeigneter Schritt“, so Schulze.

Unter dem Dach der Vereinten Nationen hat die Staatengemeinschaft einen strategischen Ansatz für ein internationales Chemikalienmanagement (SAICM) entwickelt. Dieser Rahmen wird derzeit neu verhandelt mit dem Ziel, den sicheren Umgang mit Chemikalien weltweit zu verankern. Ein Ergebnis soll im Dezember feststehen, wenn die Staatengemeinschaft zur 5. Internationalen Konferenz zum Chemikalienmanagement (ICCM5) unter deutschem Vorsitz zusammenkommen will. (dpa / Eigener Bericht)

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