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Umweltminister Glauber fordert Öffnung der Wertstoffhöfe in Bayern


„Eine geordnete Abfallentsorgung ist jetzt mehr
denn je unverzichtbar“, betont Minister Glauber.
(Bildquelle: Umweltministerium)
08.04.2020 − 

Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber (Freie Wähler) hat sich für die Wiedereröffnung der Wertstoffhöfe im Freistaat ausgesprochen. Er appellierte dabei besonders an die Landeshauptstadt München. Seit Inkrafttreten der Corona-Ausgangsbeschränkungen werde in der Landeshauptstadt München und weiteren bayerischen Kommunen die Entsorgung von Abfällen an Wertstoffhöfen nicht mehr umfassend gewährleistet. Darüber hätten sich Bürger mehrfach beschwert, teilte das Ministerium mit.

„Aktuell wird das gesamte öffentliche und private Leben durch die Corona-Krise vor ganz besondere Herausforderungen gestellt. Um diese Herausforderungen zu bewältigen, sind wir alle gefordert. Eine geordnete Abfallentsorgung ist jetzt mehr denn je unverzichtbar – es geht um Seuchenbekämpfung“, erklärte Minister Glauber.

Vor allem die Großstädte müssten diesen Auftrag in Krisenzeiten zuverlässig und umfassend erfüllen – und tun dies auch weitgehend. „An die Landeshauptstadt München appelliere ich, dass auch sie ihre Wertstoffhöfe wieder öffnet. Rund 1,5 Millionen Münchnerinnen und Münchner müssen wieder die Möglichkeit haben, beispielsweise sperrige Gegenstände, Elektroschrott oder Gartenabfälle ordentlich im Wertstoffhof zu entsorgen“, so Glauber. Andernfalls drohe eine Überfüllung der Restmülltonnen in den Haushalten.

Ministerium gibt Hygieneempfehlungen

Das Bayerische Umweltministerium hat die Entsorgungsträger nach eigenen Angaben bereits darauf hingewiesen, die gewohnten Entsorgungswege für Wertstoffe durch Abholung oder Anlieferung auch während der Ausgangsbeschränkungen offen zu halten. Viele Kommunen haben bereits reagiert und ermöglichen auch wieder die Entsorgung von Wertstoffen auf ihren zwischenzeitlich geschlossenen Wertstoffhöfen.

„Von allen anderen Entsorgungsträgern erwarte ich, dass sie diesem Beispiel umgehend folgen“, betonte der Minister. Hygieneregeln für die organisatorischen Abläufe – etwa die Festlegung einer Höchstzahl von Personen, die den Wertstoffhof gleichzeitig nutzen – habe man den öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträgern bereits an die Hand gegeben, heißt vom Ministerium in München weiter.

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