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Schiffsrecycling: Deutschland ratifiziert Hongkong-Konvention

12.07.2018 − 

Die Bundesrepublik Deutschland will die Hongkong-Konvention zum Schiffsrecycling ratifizieren. Das Kabinett hat gestern einen entsprechenden Gesetzentwurf beschlossen, mit dem die verfassungsrechtlichen Voraussetzungen für den Beitritt Deutschlands geschaffen werden. Dieser solle Signalwirkung für andere Staaten haben, das Übereinkommen ebenfalls zu ratifizieren.

Im Mai 2009 haben 67 Mitgliedsstaaten der Internationalen Seeschifffahrts-Organisation (IMO) weltweite Verbesserungen für umweltfreundliches Recycling von Schiffen und für die Arbeitsbedingungen in den Recyclingwerften beschlossen. Die „Hong Kong International Convention for the Safe and Environmentally Sound Recycling of Ships, 2009“ (HKC) tritt zwei Jahre nachdem bestimmte Kriterien erfüllt wurden in Kraft. Hierzu gehören unter anderem, dass 15 Staaten die Konvention ratifizieren, die zugleich mehr als 40 Prozent der Welthandelstonnage repräsentieren.

Der Verband Deutscher Reeder (VDR) begrüßt die Entscheidung Deutschlands ausdrücklich. Nach VDR-Angaben werden rund 70 Prozent aller Schiffe in Asien, insbesondere in Indien, Bangladesch und Pakistan, recycelt – und nur drei Prozent in der EU.

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