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Pandemie sorgt für steigende Müllmengen in Baden-Württemberg


In Baden-Württemberg sind 2020 rund drei Prozent
mehr Siedlungsabfälle angefallen.
04.08.2021 − 

Das kommunale Abfallaufkommen in Baden-Württemberg ist im vergangenen Jahr erneut gestiegen. Insgesamt wurden über die öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträger rund 12,74 Mio Tonnen an Abfällen entsorgt – rund eine halbe Mio Tonnen mehr als 2019. Im Vergleich mit dem Vorjahr stieg das Aufkommen an Siedlungsabfällen um knapp drei Prozent, die Menge der entsorgten Baumassenabfälle sogar um fast sechs Prozent.

Nach Angaben von Umweltstaatssekretär Andre Baumann sei unter anderem die Corona-Pandemie verantwortlich: Durch Homeoffice, Kurzarbeit und Fernunterricht seien die Menschen deutlich mehr zuhause gewesen, sagte Baumann bei der Vorlage der Abfallbilanz in Stuttgart.

Abfallgebühren steigen weiter

Nach dem Anstieg der Abfallgebühren in den Jahren seit 2016 und insbesondere im Jahr 2020 haben zahlreiche der 44 entsorgungspflichtigen Stadt- und Landkreise im Südwesten auch für das laufende Jahr an der Gebührenschraube gedreht. Laut Abfallbilanz liegen die Gebühren, die ein Vier-Personen-Haushalt aktuell für die Abfallentsorgung zahlen muss, im Landesdurchschnitt bei 171,64 € und damit fast vier Prozent höher als im vergangenen Jahr – allerdings bei einer großen Spanne.

Als Gründe verweist die Abfallbilanz auf sinkende Wertstofferlöse, auslaufende Verträge der Abfuhrleistungen, steigende Verbrennungspreise, Investitionen in die Infrastruktur und gestiegene Lohnkosten.

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