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NRW-Regierung erwartet keinen Entsorgungsengpass durch den Kohleausstieg


Symbolbild
23.05.2019 − 

Die Landesregierung in Nordrhein-Westfalen erwartet keinen Engpass bei der Abfallentsorgung durch den möglichen Ausstieg aus der Kohleverstromung. Das ist einem Bericht der Landesregierung an den Umweltausschuss zu entnehmen. „Die Landesregierung geht derzeit nicht davon aus, dass die Stilllegung von Kohlekraftwerken zu einem Engpass der in Nordrhein-Westfalen zur Entsorgung anfallenden Abfälle führen wird“, heißt es wörtlich in dem Bericht mit dem Titel „Welche Maßnahmen plant die Landesregierung, um die Müllentsorgung zu sichern?“ (Vorlage 17/2003).

Die Einschätzung der Landesregierung bezieht sich offenbar ausschließlich auf die Entsorgung von Abfällen aus privaten Haushalten. Hausmüll werde in Kohlekraftwerken nicht mitverbrannt, daher sei die Abfallentsorgung der privaten Haushalte von der Schließung der Kohlekraftwerke nicht betroffen. Für die rund 3,8 Mio Tonnen Haus- und Sperrmüll, die jährlich in den Privathaushalten Nordrhein-Westfalens anfielen, stünden in den 16 Müllverbrennungsanlagen des Landes „mehr als ausreichende Behandlungskapazitäten“ zur Verfügung, so die Einschätzung der Landesregierung. Dabei setzt sie das Haus- und Sperrmüllaufkommen im Land in Beziehung zur Gesamtkapazität der Müllverbrennungsanlagen im Land, die bei etwa 6,4 Mio Tonnen liegen.

Außer Acht gelassen werden bei dieser Einschätzung sowohl die gewerblichen Abfälle als auch die in den Kohlekraftwerden mitverbrannten Klärschlämme. Nach Darstellung der Landesregierung haben die 19 Kohlekraftwerke, denen in Nordrhein-Westfalen die Abfallmitverbrennung genehmigt worden ist, zusammen rund 1,6 Mio Tonnen Abfälle mitverbrannt.

Einen ausführlichen Artikel lesen Sie in Ausgabe 21/2019 von EUWID Recycling und Entsorgung. Hier geht es zum E-Paper:

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