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Neue Ökodesign-Vorgaben sollen Reparatur von Kühlgeräten erleichtern


(Symbolbild)
14.12.2018 − 

Die EU-Mitgliedstaaten und die Europäische Kommission haben sich auf neue Ökodesign-Regelungen für Kühl- und Gefriergeräte geeinigt. Neben strengeren Energieeffizienzanforderungen werde erstmals auch die Verfügbarkeit von Ersatzteilen geregelt, berichtet das Bundesumweltministerium. Die neuen Regelungen sollen im März 2021 in Kraft treten. Vorher müssen allerdings noch der Europäische Rat und das EU-Parlament zustimmen, heißt es vom Ministerium weiter.

Konkret sollen Hersteller zur Vorhaltung bestimmter Ersatzteile verpflichtet werden. In den Verhandlungen habe die Bundesregierung mit einem Konzept überzeugen können, das bei Ersatzteilen zwischen der Verfügbarkeit für Verbraucher und für professionelle Reparaturbetriebe unterscheidet. Damit will das BMU sicherstellen, dass bei der Reparatur keine Gefahren für Verbraucher entstehen.

Darüber hinaus sollen die Geräte künftig so gestaltet werden, dass ein Austausch mit „herkömmlichen Werkzeugen“ ohne Schäden am Gerät möglich ist. Außerdem sollen die für Reparaturen benötigten Informationen frei zur Verfügung gestellt werden.

„Es wird künftig leichter, Kühlgeräte zu reparieren. Das schont den Geldbeutel, denn wenn Geräte einfacher repariert werden können, müssen sie seltener nachgekauft werden“, erklärte Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD). Sie erhofft sich von den geplanten Neuregelungen Reduzierungen beim Abfallaufkommen, dem Materialeinsatz sowie beim Energieverbrauch. Die Ministerin will die neuen Ökodesign-Anforderungen künftig auch bei anderen Produktgruppen anwenden und „noch ambitionierter“ gestalten.

Den kompletten Bericht lesen Sie in EUWID Recycling und Entsorgung 51/2018. Der Artikel steht bereits im E-Paper zur Verfügung:

E-Paper – EUWID Recycling und Entsorgung

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