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NABU befürchtet mehr zerstörte Altgeräte durch neue Sammelgruppen

Künftig werden Großgeräte wohl nicht mehr so einfach stapelbar sein.
Künftig werden Großgeräte wohl nicht mehr so
einfach stapelbar sein. (Symbolbild)
10.08.2018 − 

Der Naturschutzbund Deutschland (NABU) sieht die in diesem Jahr anstehenden Änderungen im ElektroG kritisch. Insbesondere die Neueinteilung der Sammelgruppen sei problematisch, da hierdurch künftig noch weniger funktionstüchtige Altgeräte weiter benutzt werden könnten als bisher schon. Sorge bereitet den Umweltschützern vor allem die neue Sammelgruppe für Großgeräte, die ab Dezember nicht nur die bisher gängigen Großgeräte wie zum Beispiel Waschmaschinen enthält, sondern auch alle anderen Geräte mit Abmessungen von über 50 Zentimetern.

Durch diese Neueinteilung werde es bei der Erfassung und dem Transport zu mehr zerstörten Altgeräten kommen, befürchtet der Naturschutzverband. „Wenn eine Waschmaschine auf ein sensibles großes IT-Gerät fällt, ist es kaputt, das Recycling wird behindert und es gibt keine Chance auf Reparatur. Das wird bei der neuen Sammelgruppe für Großgeräte jetzt häufiger vorkommen“, so Verena Bax vom NABU. Sie fordert daher eine eigene Wiederverwendungsquote sowie eindeutige Regelungen zur Vorbereitung zur Wiederverwendung im ElektroG.

Aber auch die in der kommenden Woche wirksam werdende Öffnung des Anwendungsbereichs im ElektroG findet der NABU problematisch. Durch die neuen Gerätearten kämen auch neue Materialzusammensetzungen in die Rücknahmesysteme, welche die Verwertung und das Recycling erschweren könnten. Durch zusätzliche Neuerungen im ElektroG müsse das qualitativ hochwertige Recycling gefördert werden, fordert die NABU-Referentin für Umweltpolitik. Der NABU will Qualität und Quantität beim Altgeräterecycling durch eine strengere Regulierung und stoffspezifische Recyclingquoten stimulieren und erhöhen.

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