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Ministerkonferenz über Plastikmüll erfolgreich abgeschlossen

Plastikmüll im Meer
Fortschritte im Kampf gegen Meeresmüll (Symbolbild).
03.09.2021 − 

Das Bundesumweltministerium (BMU) und seine Partner haben Fortschritte auf dem Weg zu einem internationalen Abkommen gegen Meeresmüll und andere Arten der Umweltverschmutzung durch Kunststoffabfall erzielt.

Jochen Flasbarth, Staatssekretär im Bundesumweltministerium (BMU), zeigte sich am Donnerstag nach Abschluss einer zweitägigen Ministerkonferenz in Genf zuversichtlich, dass die Umweltversammlung der Vereinten Nationen im kommenden Jahr das offizielle Verhandlungsmandat dafür erteilen werde. Wie lange anschließend die Verhandlungen über das Abkommen dauern würden, sei schwer vorherzusagen.

25 Länder haben bereits unterzeichnet

Nach der Konferenz, an der Vertreter von rund 140 Ländern vor Ort oder virtuell teilnahmen, haben bereits 25 die Abschlusserklärung unterzeichnet, berichtete Flasbarth in einer Pressekonferenz. Weitere 50 Länder hätten ihre Unterstützung signalisiert, was in diesem frühen Stadium eine gute Zahl sei, so Flasbarth.

Er zeigte sich sehr zuversichtlich, dass die Erklärung bis zum Ende der Unterschriftsfrist Mitte Oktober noch mehr Unterstützung erhalten wird. In der Erklärung werden nach Angaben des BMU erste Inhalte eines solchen Abkommens umrissen. Demnach sollten Kunststoffprodukte im Sinne des Lebenszyklus- und des Kreislaufwirtschaftsprinzips weltweit so produziert, genutzt und wiederverwertet werden, dass möglichst keine Abfälle entstehen.

Globale Lösungen notwendig

Das BMU treibt gemeinsam mit den Umweltministerien Ecuadors, Ghanas und Vietnams die Vorarbeiten für den Erhalt eines Verhandlungsmandats voran. Gustavo Manrique, der Umweltminister Ecuadors, unterstrich in der Pressekonferenz die Notwendigkeit globaler Lösungen und zeigte sich sehr erfreut über die Dynamik, die erreicht wurde.

Tuyet Mai, die Botschafterin Vietnams, sprach sich für einen umfassenden Ansatz aus, der den gesamten Lebenszyklus von Kunststoffprodukten abdeckt. Oliver Boachie, der Sonderberater des Umweltministeriums von Ghana, wies darauf hin, dass das Ziel nicht sei, Plastik pauschal zu verbieten, sondern Zirkularität zu erreichen.

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