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Bis zu eine Millarde € Investitionsbedarf für Monoverbrennung und P-Rückgewinnung in NRW


Derzeit sind sieben Ausschreibungen für Anlagen
zur Verbrennungvon Klärschlamm in NRW bekannt.
16.03.2021 − 

In Nordrhein-Westfalen liegt der Investitionsbedarf zur Schaffung von Kapazitäten zur Mono-Klärschlammverbrennung und zur Phosphorrückgewinnung in den nächsten fünf bis zehn Jahren zwischen 600 Mio und 1,0 Mrd €. Zu dieser Einschätzung kommt das nordrhein-westfälische Umweltministerium in einer Antwort auf eine Kleine Anfrage der Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen im Düsseldorfer Landtag.

Der Landesregierung sind laut Antwort derzeit sieben Ausschreibungen zum Neubau von Klärschlammverbrennungsanlagen mit einer Gesamtbehandlungskapazität von rund 305.000 Tonnen Klärschlamm-Trockenmasse (TM) pro Jahr in Nordrhein-Westfalen bekannt. Hierfür seien Investitionen von rund 560 Mio € notwendig. Unter der Annahme, dass der gesamte in NRW anfallende kommunale Klärschlamm verbrannt und danach aus der Asche Phosphor zurückgewonnen wird, schätzt die Landesregierung den Investitionsbedarf für die Phosphorrückgewinnung auf 80 bis 440 Mio €.

Neue Klärschlammverbrennungsanlagen von Remondis und RWE

Zu den sieben bekannten Ausschreibungen zählt das Umweltministerium die Vorhaben der Klärschlammverwertung Ostwestfalen-Lippe GmbH, der Klärschlammkooperation Rheinland (KKR), der Klärschlammverwertung Buchenhofen GmbH sowie der Linksniederrheinischen Entwässerungsgenossenschaft (Lineg) am Standort Asdonkshof. Zudem plane Remondis Aqua, am Standort Lünen eine Klärschlammverbrennungsanlage mit einer Kapazität von 30.000 Tonnen TM pro Jahr zu errichten. Am gleichen Standort soll auch eine Phosphor-Rückgewinnungsanlage nach dem TetraPhos-Verfahren gebaut werden. Der Kraftwerksbetreiber RWE wolle am Standort Knapsacker Hügel in Hürth zwei Klärschlammverbrennungsanlagen mit einer Jahreskapazität von jeweils 45.000 Tonnen, insgesamt also 90.000 Tonnen TM im Jahr, bauen.

Den kompletten Bericht zu den geplanten Anlagen zur Klärschlammverbrennung in NRW und warum mit Importen aus anderen Bundesländern gerechnet wird, lesen Sie diese Woche in EUWID Recycling und Entsorgung 11/2021.  Für Kunden unseres Premium-Angebots steht die Ausgabe bereits als E-Paper zur Verfügung:

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