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Grenzwerte für PAK in Gummigranulat vorgeschlagen


Weiternutzung auf Spielplätzen in Gefahr?
16.08.2018 − 

Die Niederlande schlagen einen EU-weiten Grenzwert für acht polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) in Gummigranulaten und -mulchen vor, die auf Kunstrasensportplätzen, anderen Sportanlagen und Kinderspielplätzen eingesetzt werden. Dieses Material wird häufig aus Altreifen oder anderen Gummiabfällen gewonnen.

Die allgemeinen Grenzwerte der EU-Chemikalienverordnung REACh für die acht krebserregenden polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffe (PAK) reichen nach Einschätzung der Niederlande nicht aus, um die Nutzer der Spielflächen und die Personen, die die Flächen anlegen und pflegen, zu schützen. Das niederländische Institut für öffentliche Gesundheit und Umwelt (RIVM) schlägt deshalb einen Grenzwert von 17 Milligramm je Kilogramm Granulat für die acht PAK zusammen vor. Den Angaben zufolge wurde dieser Wert von 95 Prozent der Proben, die von Kunstrasenplätzen genommen wurden, eingehalten.

Die EU-Chemikalienbehörde ECHA wird nun nach eigenen Angaben den Vorschlag der Niederlande auf Vollständigkeit prüfen. Wenn dies der Fall ist, wird sie im September eine sechsmonatige Anhörung über den Vorschlag eröffnen und ihn anschließend in ihren wissenschaftlichen Gremien behandeln.

Auf Grundlage von Stellungnahmen dieser Gremien erstellt die EU-Kommission einen Änderungsentwurf für das Verzeichnis der Beschränkungen in Anhang XVII von REACH. Wenn weder die Mitgliedstaaten noch das Europäische Parlament Einwände gegen den Entwurf erheben, kann die Kommission den neuen Grenzwert endgültig annehmen.

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