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Getrennte Bioabfallsammlung auch im Kreis Sigmaringen


Die Einführung einer Biotonne ist trotz der Entscheidung
für eine getrennte Erfassung der Bioabfälle noch offen.
24.10.2018 − 

Als letzter Kreis in Baden-Württemberg hat der Kreis Sigmaringen beschlossen, Bioabfälle aus Haushalten getrennt einzusammeln. Mit dem Kreistagsbeschluss vom vergangenen Montag entspricht Sigmaringen den bundesgesetzlichen Vorgaben zur Getrenntsammlung, teilte das Umweltministerium Baden-Württemberg mit. „Den Sigmaringer Kreisräten ist dieser Beschluss nicht leichtgefallen, umso mehr freut es mich, dass sie am Ende eine Entscheidung der Vernunft getroffen haben“, sagte Umweltminister Franz Untersteller (Grüne).

Dem Sigmaringer Kreistagsbeschluss waren intensive und oft kontroverse Gespräche vorangegangen. Grund für die Skepsis gegenüber der Getrenntsammlung war vor allem die Sorge vor deutlich steigenden Müllgebühren. Der Kreistag hatte sich zwar letztlich für eine Getrenntsammlung ausgesprochen. So betonte etwa die SPD im Kreistag, dass man sich „dem Diktat der vorgesetzten Behörden mit einer möglichen rechtsaufsichtlichen Anordnung beugen" müsse.

„Wir möchten den Gestaltungsspielraum, den uns das Land gelassen hat, aktiv nutzen und die beste Lösung für den Landkreis finden. Das war kein Votum pro Biotonne. Welches Sammelsystem wir einführen, ist noch offen“, betonte Landrätin Stefanie Bürkle. Auch verschiedene Bring-Systeme will die Kreisverwaltung untersuchen.

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E-Paper – EUWID Recycling und Entsorgung

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