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Geringes Interesse an Biotonne im Landkreis Karlsruhe


Für die kostenpflichtige Biotonne haben sich im Landkreis
Karlsruhe erst 15 Prozent der Eigentümer entschieden.
23.07.2020 − 

Die im Landkreis Karlsruhe zum Anfang nächsten Jahres geplante Biotonne stößt in der Bevölkerung bislang offenbar nur auf wenig Resonanz. Vielmehr will eine deutliche Mehrheit die parallel angebotenen Möglichkeiten der Eigenkompostierung oder das Bringsystem nutzen, so die Zwischenbilanz einer Bedarfsumfrage. Der Landkreis Karlsruhe hatte sich erst nach maßgeblicher Überzeugungsarbeit des baden-württembergischen Umweltministers Franz Untersteller (Grüne) und einer Aufforderung durch das Regierungspräsidium Karlsruhe für eine Getrenntsammlung der Bioabfälle entschieden.

Zur Bedarfsermittlung wurden im Juni alle Grundstückseigentümer im Landkreis angeschrieben. Zwar hat sich Hälfte der rund 110.000 Angeschriebenen bereits zurückgemeldet, berichtet der Abfallwirtschaftsbetrieb des Landkreises Karlsruhe. Für die komfortablere – aber kostenpflichtige – Biotonne haben sich bisher lediglich 15 Prozent entschieden, was etwa 7.000 Gefäßen entspricht.

Mit 60 Prozent präferiert eine deutliche Mehrheit das gebührenfreie Bringsystem. „Ein überraschendes Ergebnis“, so Landrat Christoph Schnaudigel in der jüngsten Kreistagssitzung, „denn damit erklären sich mehr als die Hälfte dazu bereit, ihre Bioabfälle regelmäßig selbst auf die Sammelplätze zu bringen und zusätzlichen Aufwand auf sich zu nehmen“.

Jeder vierte Haushalt hat sich dazu entschlossen, seine Bioabfälle weiterhin im eigenen Garten zu kompostieren. Ihnen wird das Bringsystem ergänzend zur Kompostierung empfohlen, um nicht eigenkompostierbare Abfälle wie etwa Fisch, Fleisch und Knochen zu entsorgen.

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