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Für Grüne ist Kreislaufwirtschaft ein Zentralanliegen

Die Parteivorsitzenden von Bündnis 90/Die Grünen, Annalena Baerbock und Robert Habeck.
Die Parteivorsitzenden von Bündnis 90/Die Grünen,
Annalena Baerbock und Robert Habeck.
12.11.2018 − 

Die Grünen haben am Wochenende in Leipzig ihr neues Europawahlprogramm beschlossen. Darin werden auch abfallpolitische Schwerpunkte gesetzt. Die Partei spricht sich unter anderem für eine EU-weite Plastiksteuer aus und für Wettbewerb um die ökologischste Produktionsweise.

"Die Ökodesign-Richtlinie muss Recycling und Ressourceneffizienz fördern und fordern", heißt es im Programm. Zudem sind die Grünen für verbindliche Mehrwegquoten sowie ein EU-weit einheitliches Pfandsystem für Einweggetränkeflaschen.

Aus Sicht der Partei hat die Ökodesign-Richtlinie das Potenzial, 90 Mrd € pro Jahr an Energie- und Materialkosten einzusparen und eine Mio Jobs zu schaffen. Insgesamt wären mit einer ressourcenschonenden Wirtschaftsweise bis zu 2,8 Mio neue Arbeitsplätze in Europa möglich.

Für nachhaltigen Wohlstand ist nach Ansicht der Grünen eine Kreislaufwirtschaft nötig, die wertvolle Rohstoffe wiederverwertet. Deshalb müsse die Förderung der europäischen Kreislaufwirtschaft Zentralanliegen jeder ökologisch orientierten Wirtschaftspolitik sein. Hier kommt den Grünen zufolge der Bauindustrie große Bedeutung zu: Bei Abrissen müssten die Baustoffe sortiert und recycelt werden.

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