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EU-Strategie für kritische Rohstoffe

Maroš Šefčovič und Thierry Breton
Kommissionsvizepräsident Maroš Šefčovič (li.)
und Kommissar Thierry Breton.
03.09.2020 − 

Die Europäische Kommission will kartieren, in welchem Umfang Sekundärmaterial aus Abfällen und dem Bestand in der EU zur Versorgung mit kritischen Rohstoffen beitragen kann. Die Bestandsaufnahme soll 2022 vorliegen und aufzeigen, in welchen Bereichen Projekte zur Rückgewinnung umsetzbar wären.

Dies geht aus dem heute veröffentlichten neuen Aktionsplan der EU-Kommission für kritische Rohstoffe hervor. Er soll laut seinem Titel "einen Pfad hin zu größerer Sicherheit und Nachhaltigkeit abstecken". Die Kommission will mit dem Plan sowohl bei der Versorgung mit Primärrohstoffen ansetzen als auch bei der Stärkung der Ressourceneffizienz und der Kreislaufwirtschaft.

Liste der kritischen Rohstoffe erweitert

Der Aktionsplan wird begleitet von einer aktualisierten Liste von Rohstoffen, die für die EU kritisch sind. Sie wurde von 27 in der letzten Fassung von 2017 erweitert auf 30 Rohstoffe. Lithium, Bauxit, Titan und Strontium wurden neu aufgenommen, Helium aufgrund seiner rückläufigen wirtschaftlichen Bedeutung gestrichen.

"Allein für die Batterien von Elektrofahrzeugen und zur Energiespeicherung wird Europa bis 2030 bis zu 18 Mal und bis 2050 bis zu 60 Mal mehr Lithium benötigen. Wie unsere Zukunftsstudie zeigt, können wir es uns nicht erlauben, unsere derzeitige Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen gegen eine Abhängigkeit von kritischen Rohstoffen einzutauschen", sagte Maroš Šefčovič, der Kommissionsvizepräsident für interinstitutionelle Beziehungen und Vorausschau.

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