|  

EU-Staaten erreichen nur geringe Fortschritte bei E-Schrott-Sammlung


Quelle: Reinhard Weikert (abfallbild.de)
05.10.2017 − 

Bei der Sammlung von Elektro- und Elektronikaltgeräten müssen die allermeisten EU-Mitgliedstaaten weiter große Anstrengungen unternehmen, um die Zielvorgaben der WEEE-Richtlinie zu erreichen. Laut aktuellen Zahlen der europäischen Statistikbehörde Eurostat für das Jahr 2015 haben insgesamt nur 13 EU-Mitgliedsländer sowie Norwegen die ab 2016 geltende Mindestsammelquote von 45 Prozent erreicht. Das ab 2019 geltende Mindestsammelziel von 65 Prozent wurde bisher nur von Bulgarien erfüllt.

Für die EU-28 ergibt sich bei einer durchschnittlichen Verkaufsmenge von rund 9,0 Mio Tonnen sowie einer Erfassungsmenge von etwa 3,8 Mio Tonnen für 2015 eine Sammelquote von rund 42 Prozent. Um die seit letztem Jahr geltende Mindestvorgabe von 45 Prozent zu erreichen, hätte die erfasste Menge an Altgeräten europaweit somit um fast 300.000 Tonnen höher ausfallen müssen. Bis 2019 ist sogar eine Steigerung der Sammelmengen bei konstant bleibenden Neuverkaufsmengen um fast 2,3 Mio Tonnen nötig, um auf eine durchschnittliche Mindestquote von 65 Prozent zu kommen.

Bezogen auf die je Einwohner gesammelten Mengen liegen weiterhin die skandinavischen Staaten unangefochten an der Spitze. In Norwegen wurden auch 2015 pro Kopf mehr als 20 Kilogramm E-Schrott gesammelt. In Schweden waren es fast 15 Kilogramm und in Dänemark lag der Wert bei 13 Kilogramm. In diesen Ländern sind die Sammelmengen in den vergangenen Jahren jedoch überwiegend konstant geblieben – das Potenzial für weitere Mengensteigerungen ist offenbar ausgereizt.

Der vollständige Bericht über die aktuellen Zahlen zur Altgerätesammlung lesen Sie in EUWID Recycling und Entsorgung 40/2017. Kunden unseres Premium-Angebots können den Text auch in unserem E-Paper lesen:

EU-Staaten erreichen insgesamt nur geringe Fortschritte bei der Altgerätesammlung

 

EUWID Recycling und Entsorgung erscheint jeden Mittwoch als Printausgabe. Premium-Abonnenten können die aktuelle Ausgabe bereits ab Dienstag 14.00 Uhr als E-Paper lesen.

Unsere Marktberichte stehen unseren Premium-Abonnenten frühzeitig online zur Verfügung.

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an unseren Kundenservice.

Diesem Artikel zugeordnete Schlagworte:

zurück − Senat beschließt Gründung der „Bremer Stadtreinigung“

Altfahrzeuge: Deutschland übertrifft Quotenvorgaben  − vor