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EU-Parlament fordert Investitionen in Kunststoffrecycling


(Symbolbild)
14.09.2018 − 

Das Europäische Parlament ruft dazu auf, das chinesische Einfuhrverbot für Kunststoffabfälle als Chance zu begreifen, um stärker in Vermeidung und „modernste Anlagen“ für Sammlung, Sortierung und Recycling in der EU zu investieren. Um die Nachfrage nach Recyclingkunststoffen zu fördern, empfiehlt das Parlament unter anderem, Mindestgehalte an Recyclingmaterial für bestimmte Produkte einzuführen, den Mehrwertsteuersatz für Produkte mit Rezyklatgehalt zu vermindern und rasch Qualitätsstandards zu entwickeln.

Mit der rechtlich nicht verbindlichen Entschließung bezieht das Parlament Stellung zur Strategie der EU-Kommission für Kunststoffe in der Kreislaufwirtschaft vom Januar. Die Europaabgeordneten nahmen die Entschließung am Donnerstag mit 597 Ja-Stimmen an. 15 Abgeordnete stimmten dagegen, 25 enthielten sich.

Das Parlament fordert in der Entschließung des Weiteren, oxo-abbaubare Kunststoffe zu verbieten, und begründet dies unter anderem mit ihren negativen Auswirkungen auf das Recycling herkömmlicher Kunststoffe. Die EU-Kommission wird außerdem aufgerufen, bis 2020 ein Verbot von Mikroplastik in Kosmetika sowie in Körperpflege-, Wasch- und Reinigungsmitteln zu erlassen.

Den kompletten Bericht sowie erste Reaktionen lesen Sie in EUWID Recycling und Entsorgung 38/2018. Die aktuelle Ausgabe steht bereits als E-Paper zur Verfügung:

E-Paper – EUWID Recycling und Entsorgung

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