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EU-Kommission strebt Reduzierung des Abfallaufkommens um 50 Prozent an


Die EU-Kommissare Frans Timmermans und Virginijus
Sinkevičius bei der Vorstellung der Pläne am Mittwoch.
14.05.2021 − 

Die Europäische Kommission will die Freisetzung von Schadstoffen in alle Umweltmedien bis 2050 so weit reduzieren, dass keine Gefahr mehr für die menschliche Gesundheit und die natürlichen Ökosysteme von der verbleibenden Verschmutzung von Luft, Wasser und Boden ausgeht. Dazu hat sie am Mittwoch einen Aktionsplan veröffentlicht, der alle einschlägigen Politikfelder einbezieht und eine Reihe von Zwischenzielen für den Zeitraum bis 2030 vorsieht. Dazu gehört eine „erhebliche Reduzierung des Abfallaufkommens insgesamt sowie des Restmülls um 50 Prozent“. Die Menge an Kunststoffmüll in den Meeren soll ebenfalls um die Hälfte gesenkt werden und die Freisetzung von Mikroplastik in die Umwelt um 30 Prozent.

Die EU-Kommission bekräftigte außerdem die Absicht, die geplante Änderung der EU-Abfallverbringungsverordnung ambitioniert zu gestalten, damit Abfallexporte aus der Union besser überwacht werden, die nachhaltige Behandlung der Abfälle gewährleistet ist und die Ausfuhr von Abfällen beschränkt wird, die sich in Drittländern schädlich auf Gesundheit und Umwelt auswirken. Die Ziele des Aktionsplans sollen auch bei der anstehenden regelmäßigen Überprüfung großer Teile des EU-Abfallrechts berücksichtigt werden.

„Umweltverschmutzung schadet der Gesundheit, wovon vor allem die am stärksten gefährdeten und sozial benachteiligten Bevölkerungsgruppen betroffen sind. Außerdem ist sie eine der Hauptursachen für den Verlust an biologischer Vielfalt“, sagte der für Umwelt, Meere und Fischerei zuständige Kommissar Virginijus Sinkevičius bei der Vorstellung des Aktionsplans.

„Es spricht mehr denn je dafür, dass die EU im weltweiten Kampf gegen die Umweltverschmutzung die Führungsrolle übernimmt. Mit dem Null-Schadstoff-Aktionsplan werden wir eine gesunde Umwelt für die Europäerinnen und Europäer schaffen, zu einem resilienten Wiederaufbau beitragen und den Übergang zu einer sauberen und klimaneutralen Kreislaufwirtschaft fördern“, so Sinkevičius.

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