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Energetische Verwertung von Gülle könnte jährlich bis zu 86 Petajoule Energie liefern

Gülle hat ein großes energetisches Potenzial.
Gülle hat ein großes energetisches Potenzial.
14.08.2018 − 

In Gülle steckt ein großes energetisches Nutzungspotenzial. Das ist der Studie „Energieerzeugung aus Abfällen – Stand und Potenziale in Deutschland bis 2030“ zu entnehmen, die unter anderem von Sabine Flamme und Peter Quicker im Auftrag des Umweltbundesamtes erstellt wurde. Demnach könnte über den Weg der Vergärung in einer Biogasanlage mit der in Deutschland anfallenden Gülle jährlich 86 Petajoule (PJ) Energie erzeugt werden.

Damit könnte mit Gülle im Jahr etwa doppelt so viel Energie erzeugt werden, wie die 30 derzeit in Deutschland existierenden Ersatzbrennstoff-Kraftwerke zusammen liefern. Gülle wäre bei einer vollständigen energetischen Nutzung der zweitwichtigste Stoffstrom, der Energie aus Abfall beziehungsweise einem Nebenprodukt liefert. Nur die klassische Müllverbrennung lieferte mit rund 110 PJ/a im Jahr 2015 mehr Energie, als durch Gülle möglich wäre.

Gülle ist allerdings kein Abfall im strengen abfallrechtlichen Sinne, sondern gilt als ein Nebenprodukt der Landwirtschaft. In der Regel werden die Exkremente aus der Viehzucht als Wirtschaftsdünger verwendet und auf die Felder gekippt. Allerdings fällt in Deutschland – insbesondere im Nordwesten der Republik – derart viel Gülle an, dass die Landwirtschaft seit Jahren Probleme hat, das Material sinnvoll zu verwerten.

In der Studie gehen Quicker und Flamme von einem jährlichen Aufkommen von rund 200 Mio Tonnen aus. Die vorhandenen Agrarflächen reichen schlicht nicht aus, um Jahr für Jahr eine solche Menge an Gülle und die darin enthaltenen Nährstoffe aufzunehmen. Im vergangenen Winter mussten nach Angaben des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) in Schleswig-Holstein und in Teilen Niedersachsens Gülle-Notlager errichtet werden, da die bestehenden Tanks überzulaufen drohten.

Den vollständigen Artikel lesen Sie in Ausgabe 33/2018 von EUWID Recycling und Entsorgung. Der Text steht bereits jetzt im E-Paper zur Verfügung:

E-Paper - EUWID Recycling und Entsorgung

 

 

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