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ElektroG: Hersteller und Handel sollen bei Sammlung stärker einbezogen werden


Insbesondere bei den Großgeräten müssen die
Sammelmengen steigen, um die EU-Vorgaben zu erreichen.
19.11.2019 − 

Die Diskussionen zur Neufassung des ElektroG laufen bereits seit einem Jahr und ein erster Entwurf lässt wahrscheinlich noch bis zum ersten Quartal 2020 auf sich warten. Absehbar ist aber jetzt bereits, dass die Hersteller künftig stärker auch bei der Sammlung in die Pflicht genommen werden. Darauf verwies Björn Bischoff vom Umweltbundesamt bei einer Veranstaltung von Take-e-way vergangene Woche in Stuttgart. Auch bei der Rücknahmepflicht des Handels werde es wahrscheinlich zu Änderungen kommen. Noch keine Tendenz gebe es hingegen zur vielfach diskutierten Einführung von Pfandsystemen.

Hinsichtlich der Erreichung der europäischen Vorgaben stelle nicht die Verwertung der Altgeräte das Problem dar – hier werden die Mindestvorgaben der EU bereits seit Jahren erreicht – sondern vielmehr die Sammlung, betonte Bischoff. Die Quoten bei der Erfassung lagen in den letzten Jahren lediglich bei rund 45 Prozent. „Man muss kein Prophet sein, um festzustellen, dass das Sammelziel von 65 Prozent in diesem Jahr nicht erreicht wird“, so der UBA-Vertreter. Auch eine Prognose, wann das Ziel erreicht werden kann, wagte er nicht.

Um die Sammelvorgabe zu erreichen, müsse man sich vor allem auf die Großgeräte konzentrieren. Da die Quote aber kein Selbstzweck an sich darstelle, werde man die anderen Gerätegruppen nicht vernachlässigen und auch dort versuchen, die Sammlung zu verbessern, stellte Bischoff klar.

Einen ausführlichen Artikel zum aktuellen Stand bei der Novelle des ElektroG lesen Sie in EUWID Recycling und Entsorgung 47/2019. Für Kunden unserer Premium-Angebote steht der Text bereits in unserem E-Paper zur Verfügung:

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