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DGAW: Statt Verbot von Kunststofftaschen Einsatz von Rezyklaten vorschreiben


Zur Reduzierung des Plastiktütenaufkommens
schlägt die DGAW Alternativen zu einem Verbot vor.
08.10.2019 − 

Die Deutsche Gesellschaft für Abfallwirtschaft (DGAW) steht dem vom Bundesumweltministerium geplanten Verbot von leichten Kunststofftragetaschen insbesondere aufgrund der nachteiligen ökologischen Wirkungen skeptisch gegenüber. Statt eines Verbots schlägt die DGAW daher in ihrer Stellungnahme zum Änderungsentwurf für das Verpackungsgesetz eine alternative Regelung vor. So sollte in Erwägung gezogen werden, den Verkauf von Kunststofftragetaschen aller Art künftig nur noch dann zu erlauben, wenn diese vollständig aus Recyclingkunststoff hergestellt worden sind.

Zur Förderung der Abfallvermeidung sollten die Preise für die Kunststofftaschen gleichzeitig deutlich erhöht werden. Um eine entsprechende Lenkungswirkung zu erzielen, schwebt der DGAW eine Größenordnung von einem € pro Tasche vor.

Ein Verbot von leichten Kunststofftragetaschen wird nach Einschätzung der DGAW nicht dazu führen, dass weniger Tragetaschen benutzt werden. Stattdessen müsse damit gerechnet werden, dass Tragetaschen in ähnlicher Zahl aus einem anderen Material – insbesondere Papierwerkstoffen – benutzt werden. Dementsprechend dürfte das Abfallaufkommen aus stabilen Papiertragetaschen steigen.

Einen ausführlichen Bericht zur Stellungnahme der DGAW lesen Sie in EUWID Recycling und Entsorgung 41/2019. Für Kunden unserer Premium-Angebote steht der Text bereits in unserem E-Paper zur Verfügung:

E-Paper - EUWID Recycling und Entsorgung

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