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Deutschlands Export zustimmungspflichtiger Abfälle erreicht 2018 Rekordstand


Immer mehr Bauabfälle werden exportiert.
13.01.2020 − 

Deutschland exportiert immer mehr zustimmungspflichtige Abfälle. Im Jahr 2018 erreichten die Ausfuhren mit Notifizierungspflicht einen historischen Höchststand, wie aktuell vom Umweltbundesamt veröffentlichte Zahlen zeigen. Anstiege sind unter anderem bei Bau- und Abbruchabfällen sowie Abfällen aus Abfallbehandlungsanlagen erkennbar.

Insgesamt summierte sich die Ausfuhr von Abfällen mit Notifizierungspflicht 2018 auf 4,0 Mio Tonnen. Das waren rund 400.000 Tonnen mehr als 2017 und über 1,1 Mio Tonnen mehr als 2016. Vor allem die Lieferungen in die Niederlande sowie nach Polen, Dänemark und Frankreich haben zuletzt deutlich zugenommen.

Mit Blick auf die einzelnen Abfallschlüssel sticht insbesondere der Zuwachs bei den Exporten von Boden und Steinen (AVV 170503* und 170504) sowie bei Ersatzbrennstoffen (191210 und 191212) hervor. Grund dürften die seit einigen Jahren in Deutschland zu beobachtenden Engpässe auf Deponien und in Abfallverbrennungsanlagen sein.

Zudem wurden in die Niederlande knapp 80 Prozent mehr kohlenteerhaltige Bitumengemische exportiert. Letztere Entwicklung dürfte mit dem seit Anfang 2018 in deutschen Bundesfernstraßen untersagten Wiedereinbau teer- und pechhaltigen Straßenaufbruchs und dem von der Politik favorisierten thermischen Verwertungspfad zusammenhängen. So verfügen momentan nur die Niederlande über entsprechende thermische Behandlungsanlagen. Angesichts einer zuletzt auch restriktiveren niederländischen Importpolitik warnten deutsche Bau- und Entsorgungsverbände kürzlich vor einem Entsorgungsnotstand.

Den vollständigen Bericht lesen Sie in Ausgabe 03/2020 von EUWID Recycling und Entsorgung. Für Kunden unseres Premium-Angebots steht der Artikel bereits in unserem E-Paper zur Verfügung:

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