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Deutsche Umwelthilfe kritisiert mangelhafte Bioabfallsammlung


Jürgen Resch (Quelle: DUH/ Steffen Holzmann)
14.03.2018 − 

Mehr als drei Jahre nach der im Kreislaufwirtschaftsgesetz geforderten Getrenntsammlung von Bioabfällen gibt es weiterhin weiße Flecken auf der Landkarte. Mindestens 26 Landkreise und Städte mit mehr als 3,8 Mio Einwohnern setzten die Pflicht zur getrennten Bioabfallerfassung nicht um, kritisiert die Deutsche Umwelthilfe (DUH). Zudem würden in weiteren 24 Landkreisen und Städten mit mehr als 2,9 Mio Einwohnern praxisuntaugliche Bringsysteme angeboten, bei denen diese ihren gesammelten Biomüll über teils lange Wege zu Wertstoffhöfen oder Kompostanlagen bringen müssen. Auf diese Weise bleibe das Potential des Bioabfalls als wertvoller Kompost oder als Biogas ungenutzt.

„Zwar sammeln die Kommunen deutschlandweit jedes Jahr rund 4,6 Mio Tonnen Bioabfall, allerdings könnten nach aktuellen Studien jedes Jahr 5,7 Mio Tonnen zusätzlich erfasst werden“, sagt DUH-Bundesgeschäftsführer Jürgen Resch. Über eine Mio Tonnen Bioabfall werden somit derzeit verschenkt.

Die DUH fordert daher Landkreise und Städte zu einer flächendeckenden, verpflichtenden und verbraucherfreundlichen Sammlung von Bioabfällen auf. Die Bundesländer müssten dafür sorgen, dass sich Verweigerer an die gesetzliche Pflicht zur Getrenntsammlung halten. Um Bürger zu einer besseren Trennung zu motivieren, sei eine begleitende Verbraucherinformation und Beratung notwendig.

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