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BMU will mit ElektroG-Novelle Sammelnetz für Altgeräte ausweiten


Auf der Steigerung der Sammelmengen liegt das
Hauptaugenmerk des BMU bei der Neufassung des ElektroG.
14.04.2020 − 

Bei der geplanten Neufassung des ElektroG setzt das Bundesumweltministerium vor allem auf eine Verdichtung des Sammelnetzes. Das erklärte Regina Dube im Gespräch mit dem Bundesverband Sekundärrohstoffe und Entsorgung. Alle Maßnahmen, mit denen die Rückgabe für die Bürger vereinfacht werden kann, seien enorm wichtig, so die zuständige Abteilungsleiterin im BMU.

Konkret soll dabei unter anderem auch ein Vorschlag des bvse aufgegriffen werden, wonach zertifizierte Erstbehandlungsanlagen künftig auch Elektroaltgeräte von Verbrauchern zurücknehmen dürfen. Die bisherige Rechtslage lässt dies nur im Rahmen einer Drittbeauftragung zu.

Auch den Handel will das BMU noch stärker in die Pflicht nehmen, um die Sammelmengen zu steigern. Geschäften, die von Verbrauchern regelmäßig aufgesucht werden, komme eine zentrale Rolle zu, betonte Dube. Das Bundesumweltministerium plane daher, Einzelhandelsgeschäfte ab einer bestimmten Verkaufsfläche in die Rücknahmestrukturen einzubinden.

Auf diese Weise könne man die Sammelquote erhöhen, ohne dabei die kleinen Geschäfte in den Innenstädten zu überfordern. Denn diese verfügten oft anders als etwa große Geschäfte am Stadtrand nicht über die nötigen Lager- und Sammelkapazitäten.

Bisher sieht das ElektroG eine Rücknahmepflicht im Handel nur für Geschäfte vor, die auf einer Fläche von mindestens 400 Quadratmetern Elektro- und Elektronikgeräte vertreiben. Der bvse sowie weitere Entsorger- und Umweltverbände hatten wiederholt bemängelt, dass durch diese Regelung vor allem auch die großen Lebensmitteldiscounter von der Pflicht zur Altgeräterücknahme befreit werden.

Den vollständigen Bericht zu den Plänen des BMU für das neue ElektroG lesen Sie in EUWID Recycling und Entsorgung 16/2020. Für Kunden unseres Premium-Angebots steht die Ausgabe bereits als E-Paper zur Verfügung:

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