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BMU: Wegfall von REA-Gips durch Naturgips kompensieren


BMU: "Nur geringe Mengen recycelbarer Gipsabfälle."
18.11.2019 − 

Durch den spätestens für das Jahr 2038 geplanten Ausstieg aus der Kohleverstromung wird künftig deutlich weniger REA-Gips anfallen. Die Bundesregierung spricht sich dafür aus, diesen Wegfall durch die zusätzliche Gewinnung von Naturgips auszugleichen und schließt sich damit einem Vorschlag der Kohlekommission an. Das Gips-Recycling werde den Ausfall des REA-Gips dagegen aufgrund der geringen Mengen recycelbarer Gipsabfälle nur in begrenztem Maße kompensieren können, entsprechende Entwicklungsprogramme seien aber zu unterstützen, heißt es in der Antwort des Bundesumweltministeriums auf eine Anfrage der FDP-Bundestagsfraktion.

Laut BMU werden derzeit rund 55 Prozent und damit der überwiegende Anteil des deutschen Gipsbedarfs durch den bei der Kohleverstromung als Nebenprodukt der Rauchgasentschwefelung anfallenden REA-Gips gedeckt. Durch den Kohleausstieg werde dieser mittel- und langfristig  wegfallen. Die im letzten Jahr von der Bundesregierung eingesetzte Kohlekommission mit Vertretern aus Wirtschaft, Politik, Wissenschaft, Umweltverbänden und Gewerkschaften schlägt in ihrem Anfang des Jahres vorgestellten Abschlussbericht vor, „den fortschreitenden Wegfall an REA-Gips durch eine zusätzliche umweltverträgliche Gewinnung von Naturgips auszugleichen“. Diesen Vorschlag hält die Regierung für plausibel und zielführend, heißt es in der Antwort.

Die FDP hatte in ihrer Anfrage auf eine Stärkung des Gipsrecyclings gedrängt und sich in diesem Zusammenhang für einen Grenzwert für den das Recycling limitierenden Störstoff Asbest ausgesprochen. Durch die vom Bund verfolgte „Nullfaserpolitik“ werde die bisher erreichte und weiter zu erhöhende Recyclingquote für mineralische Bauabfälle gefährdet, warnten die Liberalen.

Den vollständigen Artikel inklusive der Reaktion von FDP und Bauwirtschaft lesen Sie in EUWID Recycling und Entsorgung 48/2019. Für Kunden unserer Premium-Angebote steht der Text bereits in unserem E-Paper zur Verfügung.

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