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BMU schlägt Zwischenlösung für die Verbringung von Altkunststoffen vor


Die Diskussion um die praktische Ausgestaltung der
Abfallverbringung bei Kunststoffen hält an.
02.02.2021 − 

Entsorger und Kunststoffrecycler befürchten, dass ein großer Teil des Export- und Importgeschäfts mit Kunststoffabfällen zum Erliegen kommt, wenn die neuen Regelungen der EU-Abfallverbringungsverordnung (VVA) für diesen Abfallstrom nicht praxisgerecht ausgelegt werden. Das Bundesumweltministerium will daher einen Vorschlag für eine Zwischenlösung auf EU-Ebene vorlegen.

Das BMU erwägt dabei einen Richtwert von sechs Prozent für Verunreinigungen in Kunststoffabfällen. Erst wenn dieser Wert überschritten wird, soll die Lieferung der Notifizierungspflicht unterliegen, die für die beteiligten Unternehmen hohe Kosten und Verzögerungen bedeutet.

Der mögliche Richtwert orientiert sich nach Angaben aus dem BMU an vielen Spezifikationen des „Grünen Punkts“. Er könnte möglicherweise noch ergänzt werden um Toleranzbereiche für Abweichungen, um Unsicherheiten bei der Messung oder Beprobung zu berücksichtigen, so vorläufige Überlegungen des Ministeriums. Der endgültige Vorschlag wird voraussichtlich diese Woche der EU-Kommission übermittelt.

Den kompletten Bericht zum Vorschlag des BMU sowie den Reaktionen der Entsorgerverbände bvse und BDE lesen Sie diese Woche in EUWID Recycling und Entsorgung 5/2021. Für Kunden unseres Premium-Angebots steht die Ausgabe bereits als E-Paper zur Verfügung:

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