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BMBF fördert Forschung zu Batterierecycling mit 30 Mio €


„Die neuen Kompetenzcluster widmen sich wichtigen
Zukunftsthemen der Batterieforschung: Von Produktion
und Nutzungskonzepten über Recycling bis zur
Qualitätssicherung“, erklärte Ministerin Anja Karliczek heute.
08.07.2020 − 

Die Bundesregierung will die Forschung zum Batterierecycling ausbauen. Das Bundesforschungsministerium gab heute den Aufbau von vier neuen Batterie-Kompetenzclustern bekannt, die mit insgesamt 100 Mio € gefördert werden sollen. Eines dieser Zentren soll sich der systematischen Gestaltung des Batterielebenszyklus, der Weiterentwicklung effizienter Recyclingtechnologien und der Integration von zurückgewonnenen Materialien in die Batteriezellproduktion widmen, teilte das Ministerium heute mit.

Für das Ziel, Stoffkreisläufe zu schließen, stellt das BMBF Fördermittel im Umfang von 30 Mio € bereit. Koordiniert wird das Cluster „GreenBatt“ von der Technischen Universität Braunschweig, dem Fraunhofer Institut für Keramische Technologien und Systeme in Dresden sowie der RWTH Aachen.

Weiteres Cluster soll Optionen für „Second Use“ von Akkus untersuchen

Weitere 20 Mio € werden für die Forschung zu Batterienutzungskonzepten bereitgestellt. In diesem Cluster soll ein besseres Verständnis von Batteriezuständen und -verhalten gewonnen werden, um zu entscheiden, wann die Zweitnutzung von Batteriespeichern möglich und für welche Anwendung sinnvoll ist, erklärt das BMBF. An dem Kompetenzzentrum sind ebenfalls die RWTH Aachen sowie die Technische Universität München und das Fraunhofer-Institut für Siliziumtechnologie in Itzehoe beteiligt.

Hinzu kommen zwei Cluster für die „Intelligente Batteriezellproduktion“ sowie für Analytik und Qualitätssicherung. Das Konzept der vier neuen Kompetenzcluster baue auf den vorhandenen Strukturen des Dachkonzeptes „Forschungsfabrik Batterie“ auf, das forschungsseitig Synergien mit dem europäischen Green-Deal und den IPCEI-Projekten des Bundeswirtschaftsministeriums schafft, erklärt das BMBF weiter. Alle Module des Dachkonzepts sollen zusammen wirken und Forschungsergebnisse auf die nächste Wertschöpfungsstufe bringen.

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