|  

Berliner Klärschlamm soll ab 2025 vollständig autark entsorgt werden

Kläranlage mit Faultürmen
Bei der Kläranlage Waßmannsdorf soll die neue
Verbrennungsanlage errichtet werden. (Symbolbild)
01.10.2021 − 

Der in Berlin anfallende Klärschlamm soll ab dem Jahr 2025 autark entsorgt werden. Jörg Köring von der Essener WTE Wassertechnik GmbH bei der VDI-Konferenz "Klärschlammbehandlung" in Düsseldorf in dieser Woche das Anlagenkonzept für die Klärschlammverbrennungsanlage (KVA) der Berliner Wasserbetriebe (BWB) im brandenburgischen Waßmannsdorf präsentiert.

Neben der KVA in Ruhleben, die ertüchtigt, erweitert und dauerhaft weiter betrieben werden soll, wäre die Anlage auf der Kläranlage Waßmannsdorf in unmittelbarer Nähe zum Flughafen BER die zweite Monoverbrennungsanlage für den in Berlin anfallenden Klärschlamm.

Hauptziel des Projektes sei demnach die Sicherstellung der zukünftigen wirtschaftlichen Entsorgungssicherheit für alle bei den BWB anfallenden Klärschlämme gewesen, so Köring. Auch bei geplanten und ungeplanten Anlagenausfällen wollen die Berliner demnach künftig nicht mehr auf eine externe Entsorgung angewiesen sein.

Jährlich 100.000 Tonnen Klärschlamm-Trockenmasse

Jährlich fallen in der Bundeshauptstadt etwa 100.000 Tonnen Klärschlamm-Trockenmasse (TM) an. Eine stoffliche Verwertung der BWB-SchIämme in der Landwirtschaft sei nicht möglich, da die dafür vorgegebenen Grenzwerte nicht eingehalten werden. Der gesamte Klärschlamm muss thermisch behandelt werden.

Bislang fehlen der BWB dafür die Kapazitäten. Die bereits 1985 in Betrieb genommene KVA Ruhleben kann derzeit etwa 56.000 Tonnen Klärschlamm-TS entsorgen. Der übrige Klärschlamm wird derzeit noch Kraft- und Zementwerken mitverbrannt.

Das soll sich ändern: Die KVA in Ruhleben soll auf rund 60.000 Tonnen Klärschlamm-TS erweitert werden, wodurch die Anlage künftig rund 240.000 Tonnen Klärschlamm-Originalsubstanz wird verbrennen können. Hinzu kommen soll ab 2025 die geplante stationäre Wirbelschicht-Feuerungsanlage in Waßmannsdorf mit einer zusätzlichen Verbrennungskapazität von jährlich 68.000 Tonnen Klärschlamm-TS.

Einen ausführlicheren Artikel lesen Sie in Ausgabe 40/2020 von EUWID Recycling und Entsorgung. Für Kunden unserer Premium-Angebote steht die Ausgabe bereits als E-Paper zur Verfügung.

E-Paper - EUWID Recycling und Entsorgung

Diesem Artikel zugeordnete Schlagworte:

zurück − Sinkevičius kündigt Beschränkungen für grenzüberschreitende Abfallverbringung an

Abfallaufkommen in NRW wegen Corona gestiegen  − vor