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Bei Umsetzung der Biotonne sieht BDE die Landesinnenministerien gefordert

24.05.2019 − 

Der Bundesverband der Deutschen Entsorgungswirtschaft (BDE) fordert nachdrücklich die Umsetzung der getrennten Bioabfall-Sammlung aus Privathaushalten. In einem Schreiben an die Innenministerien der Länder sieht der BDE die Kommunalaufsicht gefordert, um die seit Anfang 2015 geltende Verpflichtung zur Getrenntsammlung von Bioabfällen endlich umzusetzen.

Der BDE verweist auf Schätzungen, wonach Jahr für Jahr bis zu vier Mio Tonnen organische Abfälle nicht vorschriftsgemäß erfasst und so den Bioabfallbehandlungsanlagen entzogen werden. Stattdessen würden diese Abfälle über den Restmüll entsorgt und verschärften den derzeitigen Engpass bei der thermischen Abfallverwertung, kritisiert BDE-Präsident Peter Kurth.

Hier müssten die Landesinnenministerien in ihrer Eigenschaft als Kommunalaufsicht tätig werden und die Landkreise und Kommunen zur konsequenten Umsetzung der Regelungen des Kreislaufwirtschaftsgesetzes drängen. Bringsysteme, die in manchen Regionen alternativ zur Biotonne für organische Abfälle angeboten werden, seien nicht zielführend. „Niemand bringt seinen Teebeutel zu einem Wertstoffhof. Eine reibungslose und mengenrelevante Erfassung von Bioabfällen ist aus unserer Sicht nur über das Holsystem mit der Biotonne möglich“, so Kurth.

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