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Bauabfall-Verwertungsquote erneut bei 90 Prozent


(Symbolbild)
22.01.2019 − 

Auch im Jahr 2016 wurden in Deutschland annähernd 90 Prozent der mineralischen Bauabfälle verwertet. Das ist dem neuesten von der Initiative „Kreislaufwirtschaft Bau“ veröffentlichten Monitoring-Bericht zu entnehmen, der gestern an das Bundesbauministerium (BMI) übergeben wurde. „Die Initiative konnte ihre Erfolgsgeschichte fortschreiben und europäischen Verwertungsziele bereits heute weit übertreffen“, lobte BMI-Staatssekretär Gunther Adler.

Die in der Initiative organisierten Verbände der Bau- und Recyclingwirtschaft kündigten an, auch zukünftig die Verwertung mineralischer Abfälle auf höchstem Niveau sicherstellen zu wollen. Allerdings seien dafür Rahmenbedingungen erforderlich, die ein ausgewogenes Verhältnis zwischen dem Boden- und Grundwasserschutz einerseits und der auf Ressourceneffizienz ausgerichteten Kreislaufwirtschaft andererseits gewährleisteten.

Bestehende politische Zielkonflikte, z.B. zwischen den Anforderungen der geplanten Mantelverordnung und denen des Ressourceneffizienzprogramms ProgRess müssten aufgelöst werden. „Wir brauchen ein Regelwerk, das die Akzeptanz von Sekundärrohstoffen stärkt, das Bauen nicht verteuert und die Problematik der bereits bestehenden Kapazitätsengpässe bei Deponien nicht weiter verschärft“, sagte Michael Stoll, Vorsitzender der Bundesvereinigung Recycling-Baustoffe (BRB) gestern in Berlin.

Quelle: Statistisches Bundesamt / Monitoring-Bericht Kreislaufwirtschaft Bau

Laut Michael Basten, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Baustoffe – Steine und Erden (BBS), „bedarf es nicht nur überschneidungsfrei abgegrenzter Regelungen zum Produktrecht, sondern auch Öffnungsklauseln bei der Verfüllung von Abgrabungen“. Stoll: „Wir setzen nun darauf, dass die Verordnung in 2019 im parlamentarischen Verfahren angepasst und dann verabschiedet wird.“

Der 11. Monitoring-Bericht der Initiative Kreislaufwirtschaft Bau, der neben BRB und BBS noch der Bundesverband der Entsorgungswirtschaft (BDE), der Zentralverband Deutsches Baugewerbe (ZDB), der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie (HDB), die Bundesgütegemeinschaft Recycling Baustoffe (BGRB) und der Deutsche Abbruchverband (DA) angehören, weist für das jüngste Berichtsjahr 2016 ein Gesamtaufkommen mineralischer Bauabfälle in Deutschland in Höhe von 214,6 Mio Tonnen aus. Das entspricht einem Anstieg gegenüber dem Vorberichtszeitraum 2014 von knapp 13 Mio Tonnen. Insgesamt 89,8 Prozent der Bauabfälle wurden verwertet, womit sich die Verwertungsquote minimal erhöht hat (2014: 89,5 Prozent).

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